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„Leonardo da Vinci“ geht an Hans Georg Näder

Auszeichnung „Leonardo da Vinci“ geht an Hans Georg Näder

„Einstimmig und voller Enthusiasmus“ hat die Jury ihre Entscheidung getroffen: die Otto Bock Healthcare GmbH hat den Leonardo-da-Vinci-Preis bekommen, den die Vereinigung der Hénokiens und das Château du Clos Lucé (siehe Kasten) vergeben. 

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Mit Leonardo-da-Vinci-Trophäe und der Sieger-Urkunde: François Saint Bris, Hans Georg Näder, Daniel Bahr und Christoph Viellard (von links).

Quelle: soz

Berlin. Zum zweiten Mal wurde ein Familienunternehmen mit dem Award gekürt. Gestern fand die Verleihung in den Räumen der Deutschen Bank Berlin mit Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) und Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) statt.

„Ich freue mich riesig, dass ein Unternehmen ausgezeichnet wird, das seine Wurzeln in Berlin hat.“ Klaus Wowereit erinnerte in seiner Rede an den Thüringer Otto Bock, der 1919 den Grundstein für den Orthopädie-Konzern in Berlin legte und dessen Inhaber in dritter Generation heute Hans Georg Näder ist. Mindestens zwei Generationen muss ein Unternehmen in Familienbesitz sein, um als Preisträger für die Hénokiens in Frage zu kommen. 3 Mio. Euro Umsatz muss die Firma mindestens machen. Ein Kriterium, dass die Duderstädter Weltmarktführer in technischer Orthopädie mit einem Umsatz von 690 Mio. Euro spielend erfüllen.

Neben den quantitativen Kriterien zählte Hénokien-Präsident Christoph Viellard qualitative Voraussetzungen wie Geschichte und Tradition, Familie, Loyalität und Engagement, Innovation und Moderne auf. Von übermittelten Werten sprach der Franzose, von Liebe zu den Wurzeln, zu Land und Heimat, die den Mitgliedern der Vereinigung wichtig sind.

Wowereit und Bahr loben Näder

Im vergangenen Jahr wurde das italienische Luxusgüter-Unternehmen Salvatore Ferragamo ausgezeichnet, in diesem Jahr ist es ein deutsches Unternehmen. Jedes Jahr wollen die Hénokiens künftig ein Familienunternehmen mit der Da-Vinci-Trophäe ehren, immer in einem anderen Land und aus unterschiedlichen Branchen. Im kommenden Jahr, so verriet François Saint Bris, Vorsitzender des Mitveranstalters Château du Clos Lucé, wird ein Franzose aus der Kunst-Branche aufs Treppchen gehoben.

Das soziale Engagement Näders hob Bundesgesundsheitsminster Daniel Bahr in seiner Laudatio hervor. Er würdigte unter anderem das Projekt Kinderschutzräume in Duderstadt und die Paralympics, für die sich Näder engagiere. Er sei heute ein größerer Fan der Paralympics als der Olympischen Spiele, ließ der Politiker wissen. Das Science Center, das Näder 2009 in Berlin eröffnet habe, suche seines Gleichen in der Welt, sagte ein beeindruckter Minister und bescheinigte dem „würdigen Preisträger“: „Sie leben die Werte, die Ihnen Ihr Vater vermittelt hat.“

Seinen Dank im Namen von 6000 Beschäftigten in 47 Ländern sprach Otto-Bock-Chef Näder aus. Erfindungen, Werte und gestaltete, globale Präsenz sind für ihn wichtige Drehmomente des Erfolgs. „Die deutschen Familienunternehmen sind noch systemrelevanter als die Deutsche Bank“, betonte Näder mit einem Schmunzeln Richtung Gastgeber. Sie seien „der Background für die deutsche Wirtschaft.“ Für sein Unternehmen, dessen Sitz in Duderstadt bleibe, soll weiter wachsen. Bis 2020 soll der Umsatz sich verdoppeln, kündigte Näder an.

Hénokiens und da Vinci
Die Vereinigung Hénokiens eint Familienunternehmen mit einer  mehr als 200-jährigen Geschichte weltweit. Das Gros der aktuell 38 Mitglieder hat ihren Ursprung in Deutschland, Belgien, Frankreich, Italien, Japan, Niederlande und der Schweiz. Die Vereinigung wurde 1981 für Familienunternehmen gegründet, die sich durch Langfristigkeit auszeichnen. Der Name basiert auf dem Patriarchen Henoch, Vater von Methusalem, der 365 Jahre gelebt haben soll und in den Himmel kam, ohne zu sterben. Die Vereinigung will Nachfolger der Unternehmensgründer fördern, um die Mehrheitsanteile zu halten.
Das Château du Clos Lucé war die letzte Wohnstätte von Leonardo da Vinci in Amboise. Es soll für das ganzheitliche Denken und das Erbe da Vincis sowie die Ehrung seines Allgemeinwissens stehen. Die Hénokiens und das Château du Clos Lucé verfolgen ein gemeinsames Ziel: sie wollen „immatrielle und lebende Werte honorieren unter Rückbesinnung auf das größte Genie der Renaissance.“ Die Trophäe wurde von Mellerio dits Meller, Mitglied der Hénokiens, entworfen und ist eine Reproduktion des ersten Flugkörpers, der von da Vinci erfunden wurde.
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