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Projekt der persönlichen Geschichten

Der letzte Jahrgang Projekt der persönlichen Geschichten

Rund 30 Spanier sind im Juni nach Göttingen und Osterode für ein sechswöchiges Betriebspraktikum gekommen. 23 von ihnen haben nun mit einer regulären Ausbildung begonnen - in Göttingen. Das Teilprojekt in Osterode scheiterte.

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Gastfamilien, Ausbildungsbetriebe, Azubis: Feier des Ausbildungsbeginns der Spanier aus dem Projekt Adelante.

Quelle: Alciro Theodoro da Silva

Göttingen. Angefangen hatten in Osterode sieben Praktikanten, sechs von ihnen kehrten jedoch nach Spanien zurück, der siebte ging nach Göttingen. In Göttingen brachen nur zwei das Projekt ab. „Das sind dieses Jahr wenige, sonst waren es sieben bis acht, die zurückgingen“, sagt Maria Casan, die sich an der Volkshochschule Göttingen Osterode um das Projekt kümmert.

„Wenn junge Leute aus Sevilla nach Osterode kommen, dann ist das einfach ein Kulturschock“, sagt Rüdiger Rohrig, Fachbereichsleiter Berufliche Bildung an der VHS. „Osterode ist eine hübsche Stadt, aber das sind junge Leute, die wollen ein lebendiges Umfeld, die wollen ein wenig Nachtleben.“ Das bestätigt Alvaro, der seine Ausbildung in Einbeck macht, aber unbedingt in Göttingen wohnen will.

Daniela Wiechmann, Chefin der Bar Sausalitos, hat sich auf das Abenteuer Adelante eingelassen. „Seit 2013 habe ich einen Auszubildenden gesucht und ich bin glücklich, Ana gefunden zu haben.“ Sogar noch eine zweite Auszubildende hat sie schließlich aufgenommen - Cintia. Nun heißt es: viel kommunizieren. Mit den Spanierinnen zwecks Sprache lernen, aber auch mit den Kunden. „Wenn sie den Hintergrund des starken Akzents kennen, haben sie auch viel Geduld und Verständnis“, so Wiechmann. Deswegen hat sie auch ein Video mit Ana gedreht, um sie vorzustellen. Die sei mit viel natürlichem Charme und Offenheit dabei. „Wenn ich nichts verstehe, dann sage ich: Entschuldigung, ich weiß nicht so viel Deutsch, ein Moment, ich hole meine Kollegin.“

Dasselbe Nachwuchsproblem brachte Uwe Schlote in Kontakt mit dem Projekt. In den letzten Jahren bekomme er in seinem Edeka-Markt in Nikolausberg keine geeigneten Bewerber, die Einstellung stimme nicht. So hat er Salvador kennengelernt, der wegen Wohnungsmangel vorübergehend auch bei ihm wohnt. Salvador sagt selbst, dass ihm die Sprache ausgesprochen schwer falle. Aber Schlote hielt an ihm fest, er und seine Frau bemühen sich sehr, mit Salvador bei jeder Gelegenheit zu sprechen.

„Ich habe mit dem Projekt auch etwas verbunden“, sagt Schlote. „Nämlich etwas zu verändern. Wenn ich ihn nach dem Praktikum nach Hause geschickt hätte, hätte ich nie erfahren, was dabei herauskommt und ich hätte seine Zukunft verbaut. Man denkt ans Geschäft, aber man denkt auch an den Menschen.“

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