Volltextsuche über das Angebot:

7 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Lindauer Laser-Spezialisten nehmen sich den deutschen Markt vor

Lisa hilft mit Lichtblitzen Lindauer Laser-Spezialisten nehmen sich den deutschen Markt vor

 „Wir erwirtschaften 85 bis 90 Prozent unseres Umsatzes im Export“, sagt Heinrich-Otto Teichmann (62). Vor 25 Jahren hat er mit Peter Fuhrberg (57) in Lindau die Lisa laser products OHG gegründet. Die beiden promovierten Physiker, die in ihrer Firma Laser für medizinische Anwendungen entwickeln und fertigen, haben 70 Vertriebspartner weltweit. Teichmann ist selbst viel unterwegs zwischen den USA und Indien, Südamerika, Südafrika und Australien.

Voriger Artikel
Armin Jedosch mit 84 Jahren noch im Betrieb
Nächster Artikel
Altersgerecht umbauen: KfW und Bund fördern

Im Lindauer Service-Center: Mitarbeiter Björn Christoph.

Quelle: EF

Lindau. Künftig will Lisa in Deutschland stärker wachsen. „Die Deutsche Gesellschaft für Urologie hat im November die Prostata-Behandlung mit unserem Revolix-Laser positiv bewertet“, berichtet Teichmann.

Das erleichtere die Bezahlung durch die Krankenkassen. Bei Revolix, den die Lindauer seit 2005 im Programm haben, handelt es sich um einen sogenannten Thulium-Yag-Laser. Yag steht für Yttrium-Aluminum-Granat. Es handelt sich um ein Kristall aus zwei Metalloxiden, das eine Gitterstruktur bildet. In ihr lassen sich Thulium-Metall-Ionen integrieren.

Die Kristalle erzeugen den Laserstrahl, der die gutartige Prostatavergrößerung herausschält oder verdampft. „Es gibt keine Blutungen. Das macht das Verfahren für Patienten geeignet, die Blutverdünner einnehmen“, so der Geschäftsführer. Der Laser habe zudem keine unerwünschte Tiefenwirkung.

Das zweite Standbein des Unternehmens sind Chrom-Thulium-Holmium-Yag-Laser zur Harnsteinentfernung. Sie erzeugen unsichtbare Lichtblitze, die das Wasser in den Steinen schlagartig verdampfen lassen und so sprengen. Dieses Produkt hat Lisa seit Mitte der 90-er Jahre im Programm. Beide Bereiche sind gleich stark.

Das Unternehmen nutzt ein ehemaliges Institutsgebäude der Max-Planck-Gesellschaft aus den 50-er Jahren. Lisa hat die Immobilie an der Max-Planck-Straße 15 im Jahr 2007 erworben und später für 600 000 Euro saniert. Aufgrund des gestiegenen Platzbedarfs – die Zahl der Mitarbeiter hat sich in den vergangenen zehn Jahren auf heute 68 Beschäftigte verdoppelt – wurden jetzt zwei weitere ehemalige Institutsgebäude erworben.

In der Max-Planck-Straße 13 wird künftig der Service ansässig sein. In der Max-Planck-Straße 17 wollen die Lindauer im Reinraum Optiken und medizinische Laserfasern herstellen. Die Nutz- und Verkehrsfläche der Firma vergrößerte sich durch den Zukauf von 2500 auf nun 4500 Quadratmeter. Tätig sind für das Unternehmen promovierte und diplomierte Physiker, Chemiker, Elektro- und Optik-Ingenieure sowie Elektroniker und Zahntechniker.

Von Michael Caspar

Voriger Artikel
Nächster Artikel
DAX
Chart
DAX 10.529,50 -0,04%
TecDAX 1.687,00 -0,51%
EUR/USD 1,0673 +0,12%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

DT. TELEKOM 14,69 +0,71%
BAYER 87,21 +0,71%
HEID. CEMENT 83,50 +0,67%
DT. BANK 14,73 -1,98%
VOLKSWAGEN VZ 118,37 -0,71%
LUFTHANSA 12,14 -0,50%

Wertpapiersuche

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Bakersteel Global AF 158,73%
Structured Solutio AF 154,97%
Stabilitas PACIFIC AF 151,07%
AXA IM Fixed Incom RF 141,93%
Crocodile Capital MF 122,39%

mehr

Wirtschaft Rubriken
Rubriken Wirtschaft Göttingen und die Welt