Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -8 ° wolkig

Navigation:
Luisenhof Göttingen passt seine Strategie an Wettbewerb an

Interkulturelle Image-Maßnahme Luisenhof Göttingen passt seine Strategie an Wettbewerb an

Der Göttinger „Luisenhof“ bereitet sich auf seine Zukunft in einer schwierigen Branche vor. Das Seniorenheim plant, einen Catering-Dienst anzubieten sowie zwei Flüchtlingsfamilien aufzunehmen, um sich als weltoffenes Unternehmen zu präsentieren.

Voriger Artikel
Herbstbelebung am Arbeitsmarkt
Nächster Artikel
Stellenabbau bei Zeiss in Göttingen

Der Luisenhof stellt sich multikultureller auf.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. „Wir sind zwar im sozialen Bereich tätig, müssen uns aber der marktwirtschaftlichen Realitäten stellen“, betont Einrichtungsleiter Klaus Brandl.

Die einzelnen Pflegeeinrichtungen konkurrierten vor allem um Bewohner und um Mitarbeiter.

Um die Leistungsfähigkeit des Hauses zu demonstrieren, soll die Küche von jetzt an private und betriebliche Veranstaltungen beliefern. Mit Küchenchef Christian Gräve stände ein Koch zur Verfügung, der für Qualität bürge: Der 42-Jährige hat unter anderem im Hamburger Hotel Vier Jahreszeiten sowie im Burghotel Hardenberg gekocht.  

Als zweite Image-Maßnahme plant der Luisenhof, zwei Flüchtlingsfamilien aufzunehmen. „Wir sind ein 290-Betten-Haus, da stehen immer eine Reihe von Zimmern frei“, sagt Brandl. Er denkt, dass die beiden Familien im November einziehen.
Mit der Aufnahme von Menschen aus anderen Kulturkreisen solle die Internationalität des Luisenhofs demonstriert werden, so Brandl.

Derzeit stammen bereits etwa ein Viertel der Luisenhof-Mitarbeiter aus 26 Nationen, vom Kongo bis Polen, von Kuba bis Vietnam. „Indem wir zeigen, dass wir fremden Kulturen gegenüber aufgeschlossen sind, senden wir ein klares Signal“, sagt Brandl – und zwar sowohl an potenzielle Mitarbeiter als auch an potenzielle Bewohner mit Migrationshintergrund.

Dass die Flüchtlinge den Fachkräftemangel in der Pflege beheben werden, glaubt Brandl nicht. „Jedes Mal, wenn eine größere Gruppe auf den Arbeitsmarkt drängt, seien es die Schlecker-Mitarbeiterinnen oder die Flüchtlinge, wird gesagt, sie könnten doch in die Pflege gehen.“

Doch das sei Quatsch: Einige seien über-, andere unterqualifiziert, und es eigne sich eben nicht jeder für diese Tätigkeit. „Einige werden sicherlich ihren Platz in der Pflege finden“,  so der 58-Jährige, „doch das Fachkräfteproblem  lösen werden sie sicherlich nicht“.

Von Hauke Rudolph

Voriger Artikel
Nächster Artikel
DAX
Chart
DAX 10.763,00 +0,73%
TecDAX 1.697,50 -0,20%
EUR/USD 1,0734 -0,24%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

DT. BANK 16,35 +5,85%
E.ON 6,40 +4,35%
FMC 74,75 +2,23%
LINDE 154,60 -1,08%
MERCK 92,54 -1,00%
Henkel VZ 106,00 -0,82%

Wertpapiersuche

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Structured Solutio AF 153,16%
Crocodile Capital MF 122,39%
Stabilitas GOLD+RE AF 111,56%
Polar Capital Fund AF 102,45%
Fidelity Funds Glo AF 91,69%

mehr

Wirtschaft Rubriken
Rubriken Wirtschaft Göttingen und die Welt