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Damit Deutschland doch noch einen Titel holt

Europameisterschaft der Berufe Damit Deutschland doch noch einen Titel holt

Lukas Bauer ist ein Überflieger: Nachdem er die Lehre zum Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik als Innungs- und Kammerbester in nur zwei Jahren statt der üblichen dreieinhalb absolvierte, wurde er Landesmeister. Anschließend qualifizierte er sich für die Europameisterschaft.

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Der Handwerksbeste Lukas Bauer.

Quelle: Harald Wenzel

Hardegsen. Jeden Monat verbringt der 22-Jährige eine Woche im Bundesleistungszentrum für Anlagenmechaniker in Schweinfurt, wo ihn ein eigener Coach - ein Meister, der eine eigene Firma besitzt - auf die vom 1. bis 3. Dezember in Göteborg stattfindenden „EuroSkills - Die Europameisterschaft der Berufe“ vorbereitet. Noch mehr Genauigkeit, noch mehr Präzision - darauf kommt es an. Und auch noch mehr Schnelligkeit, denn die Aufgaben bei Handwerkerwettbewerben müssen stets in einem bestimmten Zeitrahmen geschafft werden.

Beim EM-Ausscheidungswettkampf auf der Fachmesse in Nürnberg war Bauer der einzige, dem es gelang, einen Design-Heizkörper aus Kupfer in den vorgeschriebenen zwei Stunden zusammenzubauen. Eine ähnliche Aufgabe wird ihn auch in Schweden erwarten, weshalb er in seiner Freizeit zuhause regelmäßig mit einem Kupfer-Biegegerät übt: „Ich will so gut wie nur irgend möglich vorbereitet sein, schließlich geht es um Millimeter.“

An seinem Beruf liebt der ehemalige Realschüler die technische Vielfalt - „was es im Bereich Heiztechnik durch die vielen erneuerbaren Energien für Innovationen gibt, ist faszinierend“ - sowie die Tatsache, dass er „etwas Schönes“ schaffen könne: „Die heutigen Bäder sind doch absolut ästhetisch.“ Bringt der Job auch etwas mit, das nicht so viel Spaß macht? „Mal überlegen“, sagt Bauer, bevor ein breites Grinsen sein Gesicht überzieht: „Eine verstopfte Toilette wieder frei zu bekommen, ist jetzt nicht so der Hit.“

Er habe bei der Hardegser Firma „Erhard Müller“ eine sehr gute Ausbildung erfahren, sagt Bauer, der mittlerweile beim Northeimer Unternehmen „Medecke“ tätig ist. Was ihn an seinem jungen Mitarbeiter so imponiere, sei dessen Fähigkeit, trotz seiner relativ geringen Erfahrung selbstständig zu arbeiten, so Junior-Chef Zacharias Medecke: „Als einmal unser Obermonteur ausfiel, war das für Lukas überhaupt kein Problem. Er hat die ganze Arbeit selbst organisiert.“

Einen so guten Mitarbeiter wolle er auf keinen Fall verlieren, so Medecke, doch ab dem nächsten Jahr wird er wohl ein Jahr lang auf Bauer verzichten müssen. Da will dieser nämlich seinen Meistertitel erwerben, in Vollzeit am Berufsbildungszentrum in Hildesheim.

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