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MBM Science Bridge aus Göttingen hilft Wissenschaftlern

Erst schützen, dann publizieren MBM Science Bridge aus Göttingen hilft Wissenschaftlern

Wissenschaftler messen ihren Erfolg an der Zahl der Publikationen. „Dass sich Erfindungen nach einer Veröffentlichung nicht mehr patentieren und damit kaum noch wirtschaftlich nutzen lassen, ist ihnen oft nicht bewusst“, berichtet Jens-Peter Horst (46), der Geschäftsführer der MBM Science-Bridge GmbH.

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Sichert Wissenschaftlern Patente in China, Russland und den USA: Geschäftsführer Jens-Peter Horst.

Quelle: Heller

Göttingen. Seit zehn Jahren macht Horst mit seinen acht Mitarbeitern in Seminaren, Doktorandenkolloquien und anderen Informationsveranstaltungen auf das Problem aufmerksam.

Um Erfindungen patentieren zu lassen und dann zu vermarkten, ist das Unternehmen 2004 von der Universität Göttingen, deren 100-prozentige Tochter es ist, gegründet worden. „Wir sind aus einem Drittmittelprojekt der Universitätsmedizin hervorgegangen, das die gleichen Ziele seit dem Jahr 2001 verfolgte“, sagt Horst. Erfährt MBM Science Bridge von einer Erfindung so prüft das Unternehmen zunächst, ob die Idee tatsächlich neu ist. „Insbesondere die Patentliteratur ist den Wissenschaftlern meist unbekannt“, berichtet Horst. Im zweiten Schritt untersucht die Uni-Tochter, inwieweit sich die Erfindung wirtschaftlich nutzen lässt.

„Das dauert zwei bis vier Monate,“ berichtet Horst. Allzuviel Zeit darf er sich nicht lassen. Oft sind andere Forscherteams auf der gleichen Fährte. Eine Patentierung im Bereich der Herzstammzellen scheiterte, weil eine Arbeitsgruppe in Asien eine ähnlich gelagerte Erfindung wenige Tage zuvor angemeldet hatte.

Liegt das Patent am Ende vor, sucht MBM Science Bridge Firmen, die als Lizenzpartner in Frage kommen. „Sie von einer Erfindung zu überzeugen, ist nicht einfach“, berichtet Horst. Eine Idee zum marktfähigen Produkt weiterzuentwickeln dauert Jahre und kostet viel Geld. In der Pharamindustrie summieren sich die Kosten schnell auf mehrere 100 Mio. Euro. Ein Erfolg ist nicht garantiert. Das unternehmerische Risiko trägt der Lizenznehmer. Fragt der Markt das Produkt nach, bietet der Patentschutz ein auf 20 Jahre beschränktes Monopol. In dieser Zeit müssen die Investitionskosten wieder hereinkommen.

„Wir führen im Schnitt 20 Informationsveranstaltungen und 125 Beratungsgespräche im Jahr durch“, sagt Horst. 40 Erfindungen würden bewertet, 20 Patente angemeldet und ebensoviele Verwertungsverträge geschlossen.
„In den vergangenen zehn Jahren haben wir der Universität und acht weiteren Hochschulen und Forschungseinrichtungen zu Einnahmen in Höhe von mehr als 3,5 Mio. Euro verschafft“, so Horst.

Von Michael Caspar

Die MBM Science-Bridge GmbH feiert am Mittwoch, 12. November, um 11.30 Uhr in der Universitätsaula am Wilhelmsplatz 1.
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