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Mädchentage in Göttingen machen Schülerinnen mit technischen Berufen vertraut

Klare Ansage: „Ihr könnt es“ Mädchentage in Göttingen machen Schülerinnen mit technischen Berufen vertraut

Elf Schülerinnen des Hainberg-Gymnasiums Göttingen haben am Projekt „Mädchentage MINT“ teilgenommen, dessen Ziel es ist, Mädchen an die technischen Berufe heranzuführen. In den Räumen der Gesellschaft für Umschulung und Fortbildung (GUF) bauten sie unter anderem einen Matrix-Würfel.

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Elf Schülerinnen des Hainberg-Gymnasiums Göttingen haben am Projekt „Mädchentage MINT“ teilgenommen, dessen Ziel es ist, Mädchen an die technischen Berufe heranzuführen.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. „An der Bohr- und Gewindeschneidmaschine zu arbeiten, macht am meisten Spaß“, berichtet Angelina Avdoulidi.

Die 15-Jährige war eines der elf Mädchen im Alter von 13 bis 16, die drei Tage lang in ihrer Freizeit lernten, elektronische Baugruppen zu konstruieren und zusammenzufügen. Sie waren mit Feuereifer dabei, wiss- und lernbegierig und ließen keinen Zweifel daran, dass ihnen die unterschiedlichen Tätigkeiten großen Spaß machten.

Organisiert und durchgeführt wurde das MINT-Projekt (MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) von der GUF, dem Hainberg-Gymnasium (HG), der Arbeitsagentur (AA) sowie der Stiftung NiedersachenMetall. Ziel war es, den Mädchen einen Einblick in die technische Berufswelt zu verschaffen und ihnen die Chance zu geben, ihr Talent in diesem Bereich zu entdecken.

Und zwar ohne, dass Jungen dabei gewesen wären. Denn in deren Anwesenheit seien Mädchen sich häufig unsicher, ob sie über die notwendigen Fähigkeiten verfügten und hielten sich dementsprechend zurück, wie Susanne Wädow, AA-Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt, betonte.

Von den GUF-Ausbildern erhielten die Mädchen großes Lob sowie die Bescheinigung, dass die Zusammenarbeit mit ihnen einfacher sei als mit Jungs. Sie seien ruhiger, konzentrierter und motivierter, findet Industriemeister Manfred Kolle, während Nachrichtentechnik-Ingenieur Werner Rümenap betont, dass Jungen häufig das Interesse verlieren, wenn sie sich einer schwierigen Aufgabe gegenüber sehen, Mädchen dagegen unbeirrt weitermachen, bis sie das Problem gelöst haben.

Eine klare Meinung vertritt auch Siebtklässlerin Darleen (13): „Hätten wir Jungs dabei gehabt, wäre es viel lauter gewesen.“

Nach wie vor zieht es wenige Mädchen in die naturwissenschaftlichen Leistungskurse und bei Veranstaltungen wie der Roboter-AG sind sie klar unterrepräsentiert, sagte HG-Lehrerin Judith Frauendorf. Und Christine Gudd von der Arbeitsagentur präsentierte Statistiken, die eindeutig zeigen, dass es Frauen weder in die gewerblich-technischen Berufsausbildungen, noch in die technisch-naturwissenschaftlichen Studiengänge zieht.

So beträgt der Anteil der weiblichen Studierenden im Fach Maschinenbau (das übrigens das nach BWL zweitbeliebteste Fach überhaupt ist) gerade mal 9,3 Prozent, bei Elektrotechnik sind es sogar nur 7,9 Prozent, bei Informatik 13,6 Prozent. Und während unter den Top Ten der Ausbildungsberufe bei Männern fünf aus dem gewerblich-technischen Bereich kommen, ist es bei Frauen kein einziger.

An den Fähigkeiten liegt es nicht, betonte GUF-Geschäftsführer Stefan Richers. Darum sei es notwendig, den Mädchen, aber auch ihren Eltern, ganz klar zu sagen: „Ihr könnt es“.

Von Hauke Rudolph

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