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Malerische Containerberge

44. Mobilitätstalk Malerische Containerberge

2006 rief Klaus Richter den Mobilitätstalk ins Leben. Zum Auftakt des zehnjährigen Jubiläums hat die 44. Auflage des Talks stattgefunden – mit Vorträgen über das Image der Logistik-Branche und die Zukunft der Mobilität.

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Themen waren das Image der Logistik-Branche und die Zukunft der Mobilität.

Quelle: cro

Göttingen. Das Image der Logistik sei geprägt von Begriffen wie Monstertruck, Feinstaub-Emission sowie Paketsklaven, sagte Simon Reimer, geschäftsführender Gesellschafter von „Hermann Weber“. Und was tue die Branche dagegen? Nichts, außer schöne Bilder zu produzieren.

So würden Konjunkturprognosen regelmäßig mit malerischen Fotos von Häfen und Bergen von Containern illustriert, doch was dahinterstecke, wisse kaum jemand. Nämlich der mit einem Jahresumsatz von 240 Mrd. Euro und 2,6 Mio. Beschäftigten nach der Autoindustrie und dem Handel drittgrößte Wirtschaftszweig Deutschlands. Dessen sichtbare Tätigkeiten, Transport und Auslieferung, machten allerdings nur rund 50 Prozent der Wertschöpfung aus, Aufgaben wir Planung oder Steuerung finde innerhalb der Unternehmen statt. Das zu vermitteln, sei zur Imagesteigerung unbedingt erforderlich.

Darüber hinaus müsse ein Kultur- und Wertekanon gelebt werden. So sollten die Logistik-Unternehmen, anstatt sich über den Fachkräftemangel zu beklagen, Kraftfahrer höher wertschätzen und mehr junge Leute ausbilden. Auch dürften sie einen Auftrag nicht unter allen Umständen annehmen – wenn zur seiner Ausführung die Verletzung ethischer Normen gehöre, sollten sie auf den Profit verzichten und ihn ablehnen.

Über die Zukunft der Mobilität ging es in anderen Vorträgen. Martin Röhrleef von den Hannoverschen Verkehrsbetrieben referierte über eine App, die Fahrgästen eine perfekte Abstimmung von Straßenbahn, Bus, Taxi und Car-Sharing ermöglichen soll. Röhrleefs Prognose: Nicht die Beförderungsunternehmen selbst, sondern die Anbieter von Apps, die Infos über Beförderungsmöglichkeiten liefern, werden die Gewinner der Zukunft sein.

Patrick Pfaff von der Telekom stellte „M2M“, den automatisierten Informationsaustausch zwischen Maschinen, vor. Er illustrierte diesen am Beispiel eines Containers, der seinen Versender unter anderem darüber informiert, ob er widerrechtlich geöffnet wird oder von einem Transportgerät fällt. Und Jens Hoffmann von der VW-Konzernforschung präsentierte, wie sich der Autokonzern die urbane Mobilität im Jahr 2030 vorstellt – mit Autos, die an der Ampel alle gleichzeitig losfahren sowie ihren Fahrer am Ziel absetzen und anschließend selbstständig eine Parklücke finden.

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