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„Markt der Berufe“ in Göttingen großer Erfolg

Kulturelle Vielfalt gesucht – und gefunden „Markt der Berufe“ in Göttingen großer Erfolg

Letztes Jahr besuchten lediglich knapp 300 Jugendliche die interkulturelle Ausbildungs- und Berufsmesse „Markt der Berufe“. Ganz anders dieses Jahr: Mehr als die doppelte Anzahl an jungen Frauen und Männern drängte sich um die Stände auf dem Gelände der Ditib-Moschee am Königsstieg.

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Erfolgreiche zweite Ausbildungs- und Berufemesse in der Ditib-Moschee.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. „Ich arbeite gern mit Menschen, kenne keinerlei Berührungsängste“, erzählt Ruka Salja. Die 19-Jährige aus Montenegro hat bereits ein Praktikum in der Pflege absolviert, möchte unbedingt Krankenpflegerin werden. Darum informierte sie sich bei Ursula Roth am Stand des Weender Krankenhauses über die entsprechende Ausbildung. Roth ist von der Motivation der Interessentin beeindruckt, rät ihr eindringlich, die Realschule zu Ende zu bringen und sich dann auf jeden Fall zu bewerben.

So konstruktiv wie das zwischen Salja und Roth verliefen viele Gespräche zwischen den Ausstellern – die aus den Bereichen Industrie, Handwerk, Handel, Gesundheit, Pflege sowie Verwaltung kamen – und den Jugendlichen. „Sie waren sehr gut vorbereitet“, lobt Ausbilder Udo Fuchs von Mahr, „haben gezielt nach Ausbildungsinhalten, Bewerbungsfristen, Voraussetzungen sowie Praktika gefragt – einige haben sogar Bewerbungsmappen abgegeben.“ Im letzten Jahr hätten sich bei ihm vor allem Väter nach Lehrstellen für ihre Söhne erkundigt, berichtet Attila Bayer von Karosseriebau Bayer, was wenig ergiebig gewesen sei. Dieses Jahr wären die Jugendlichen dagegen selber gekommen: „Das hat ihnen und uns viel mehr gebracht.“

Dass die diesjährige Messe viel erfolgreicher war als ihre letztjährige Erstauflage, schreibt Dietmar Linne von der Beschäftigungsförderung Göttingen – welche die Veranstaltung zusammen mit der Arbeitsagentur, der Gesundheitsregion sowie der Ditib-Gemeinde organisierte – der „professionelleren Akquise“ zu. Vor allem seien die Schulen rechtzeitig informiert worden, was dazu führte, dass viele Jugendliche im Klassenverband anrückten und – wie schon erwähnt – gut vorbereitet waren. Warum es eine spezielle Messe für junge Migranten gibt, erklärte Linne auch: „Viele Migrantenfamilien kennen unser duales System nicht, weil es in ihren Heimatländern in dieser Form nicht existiert.“ Und weil, was viele Studien belegten, die Eltern bei der Berufsfindung zwar eine große Rolle spielten, aber Eltern mit Migrationshintergrund ihren Kinder daher eine klassische deutsche Berufsausbildung nicht nahelegen könnten, geschähe dies eben über den Weg des Messebesuchs.

Unter den Besuchern waren nicht nur viele Jugendliche mit türkischem und arabischem Hintergrund, sondern auch Flüchtlinge aus Syrien, Eritrea und Somalia. Die verfügten häufig bereits über gute Qualifikationen, die dem deutschen Arbeitsmarkt nur noch angepasst werden müssten, so Linne.

Von Sven Grünewald

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