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Markt für Bio-Lebensmittel in der Region Göttingen wächst

Vertrauen zahlt sich aus Markt für Bio-Lebensmittel in der Region Göttingen wächst

Auch fallende Lebensmittelpreise und die Diskussion um die Revision der EU-Öko-Verordnung haben ihm nicht schaden können: Der deutsche Markt für Bio-Produkte hat mit einem Gesamtumsatz von 7,91 Milliarden Euro im vergangenen Jahr um knapp fünf Prozent zugelegt.

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Das Geschäft mit Bio boomt: Der Bio-Markt im Galluspark vermeldet für 2014 ein Umsatzwachstum von acht Prozent.

Quelle: Vetter

Göttingen. Damit verlangsamte sich das Wachstum nach Berechnungen des Arbeitskreises Biomarkt etwas. Peter Röhrig, Geschäftsführer des Bunds Ökologische Lebensmittelwirtschaft, zeigte sich auf dem Branchentreff Biofach in Nürnberg aber optimistisch: „Das Nachfragewachstum an allen Absatzplätzen zeigt: Das Potenzial am Bio-Markt ist längst noch nicht ausgeschöpft.“ Ein Blick auf Erzeuger und Händler in der Region scheint diese Einschätzung zu bestätigen.

„Es geht immer noch weiter nach oben“, sagt Hermann Weber, Gesellschafter des Göttinger Bio-Markts im Galluspark. Das Geschäft habe im vergangenen Jahr eine Umsatzsteigerung von acht Prozent verzeichnet. Weber sieht vor allem auf dem Gebiet der veganen Ernährung einen vielversprechenden Markt, der auch in den kommenden Jahren Wachstum bescheren könnte. Dieser Ansicht ist auch Nadine Eberhardt, Inhaberin des Bioladens „Lebenskunst“ in Duderstadt: „Der vegane Bereich wächst.“ Katrin Schlick ist Mitgründerin des Bio-Lieferdienstes „Lotta Karotta“ aus Gleichen-Rittmarshausen. Mit ihrem Mann Andreas Backfisch vertreibt sie vor allem Gemüse, das aus eigenem Anbau oder von Betrieben wie Naturkost Elkershausen stammt. „Wir verzeichnen seit einigen Jahren ein konstantes Wachstum von acht bis zehn Prozent. Aber man wächst nur, wenn man etwas dafür tut“, so Schlick. Der Grund für den ungebrochenen Erfolg von ökologisch erzeugten Produkten sieht sie in der höheren Transparenz der Produktionsabläufe begründet, die angesichts regelmäßiger Lebensmittelskandale immer wichtiger werde.

Vertrauen ist also zum Wirtschaftsfaktor geworden. Was der Volksmund aber „Bio“ nennt, ist nicht so eindeutig wie der Erfolg der Marke. Der gesetzlich definierte Begriff bezeichnet Lebensmittel, die aus ökologischer Landwirtschaft stammen, also umweltschonend, ohne Gentechnik oder Kunstdünger entstanden sind. Die Europäische Union hat dafür ein eigenes Siegel, das vor allem in Supermärkten anzutreffen ist. In Deutschland gibt es mehrere Verbände wie Bioland oder Demeter, deren Vorgaben an die Produzenten strenger sind. Gerade in der umstrittenen Tierhaltung hinken die EU-Bestimmungen denen privater Verbände hinterher.

Von Jonas Rohde

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