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Mehr Wettbewerb um Lehrlinge

Bilanz der Arbeitsagentur Mehr Wettbewerb um Lehrlinge

Um junge Menschen für eine Lehre zu begeistern, müssen sich Betriebe in Südniedersachsen mehr anstrengen als bisher. Diese Bilanz zog Dieter Gläser, der Chef der Göttinger Arbeitsagentur, am Mittwoch mit Blick auf das Berufsberatungsjahr 2015/16. Die Zahl der Lehrstellenbewerber sinke.

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Quelle: dpa

Göttingen. Personalchefin Dalyn Nix geht in Schulen und Berufsschulen, stellt das Burghotel Nörten-Hardenberg und die beiden Freigeist-Hotels in Einbeck und Northeim bei Bewerbermessen vor, bemüht sich um Praktikanten für die drei Häuser. „Wir bekommen noch 250 Bewerbungen auf 25 Ausbildungsplätze“, berichtete Nix am Mittwoch. Dabei gelte die Arbeit im Hotel- und Gaststättengewerbe eigentlich als unattraktiv, weil dort gearbeitet werde, wenn andere frei hätten und feierten. „Ich spreche das gleich beim ersten Kontakt mit jungen Menschen offen an“, erklärte Nix. Sie locke aber gleichzeitig mit den vielen Weiterbildungsmöglichkeiten der drei Hotels. Dazu gehörten berufsbezogene Ausflüge, etwa in eine Whisky-Brennerei im Harzort Zorge.

„Willkommen sind uns Studienabbrecher“, erklärte die gelernte Hotelkauffrau und erzählte von Jura-Studenten, die jahrelang im Burghotel gejobbt und sich dann zu einer Ausbildung entschlossen hätten. Offen sei ihr Unternehmen für Flüchtlinge.

Hedayat Afghan (20) erzählte, wie er bei einer Ausbildungsmesse mit seiner Bewerbungsmappe am Stand des Burghotels stand und nach einem Praktikumsplatz fragte. Er machte dann seine Arbeit in der Küche so gut, dass er nun dort eine Ausbildung zum Koch machen kann. Damit gehe für ihn ein Traum in Erfüllung, erklärte er. Und: „Ich habe meiner Mutter zu Hause in Afghanistan immer beim Kochen geholfen.“

250 Bewerbungen auf 25 Ausbildungsplätze habe die Zufall Logistik Gruppe im vergangenen Jahr auf den Tisch bekommen, berichtete Personalmanagerin Heike Hinze. Zufall biete jungen Menschen viel. So reagiere das Unternehmen auf den Wunsch nach höheren Berufsabschlüssen. Mitarbeiter könnten nach der Ausbildung ein duales Studium absolvieren. Die Praxisphasen absolvierten sie bei Zufall, wo sie auch ihre Bachelorarbeit schreiben könnten.

Zufall-Lehrling John Erb (22) macht neben seiner Ausbildung zum Kaufmann für Speditions- und Logistikdienstleistungen noch berufsbegleitend eine Zusatzausbildung zum Europakaufmann. Gerade ist er von einem vierwöchigen Praktikum in Dänemark zurückgekommen.

Die Zahl der Lehrstellenbewerber ist 2015/16 im Vergleich zum Vorjahr um 179 Personen auf 2840 Bewerber gesunken, berichtete Agentur-Chef Gläser. Von ihnen hätten 1205 Personen im Herbst eine Ausbildung begonnen. 164 junge Leute seien unversorgt geblieben. Der Rest besuche weiterführende Schulen, studiere oder leiste einen Freiwilligendienst. Unternehmen und Öffentlicher Dienst hätten 2991 Ausbildungsstellen gemeldet. Davon seien noch 111 unbesetzt.

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