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Messtechnikunternehmen Mahr GmbH entwickelt Serie neuer Geräte

Auf der gekippten Welle zum Erfolg Messtechnikunternehmen Mahr GmbH entwickelt Serie neuer Geräte

„Niemand hat bisher mit einer sogenannten gekippten Wellenfront gemessen“, sagt Jochen Seidler, Marketingchef der Mahr GmbH. Den Prototypen eines solchen Messgeräts hat das Göttinger Unternehmen Anfang des Jahres fertiggestellt.

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Mahr will von den zweistelligen Wachstumsraten der Optikbranche profitieren: Mitarbeiter Michael Steckel in der Produktion.

Quelle: Vetter

Göttingen. Der Mar Surf TWI 60 vermisst Linsen, indem er Wellen in einem bestimmten Winkel (gekippt) auf ein Objekt fallen lässt und dann aus den Effekten der reflektierten Wellen auf die Oberfläche schließt.

Das Gerät ist zwischenzeitlich für den Prism Award 2015 nominiert worden, den Oscar der Photonicsbranche. Eingesetzt wird es bereits von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig, die bundesweit für Referenzmessungen zuständig ist. „Messgeräte, die dort zum Einsatz kommen, setzen die Branchenstandards. Für uns ist das ein Ritterschlag“, meint Seidler.

Der TWI (Tilted Wave Interferometer) 60 erreicht eine hohe Präzision, ohne dass er wie Konkurrenzprodukte sogenannte Computergenerierte Hologramme (CGH) benötigt. Die CGH sind teuer und müssen vor Messungen jeweils gewechselt werden. Der TWI kennt keine Rüstzeiten, liefert zudem nach Sekunden und nicht erst nach Minuten Ergebnisse und lässt sich im Produktionsprozess zur Kontrolle von Optikteilen einsetzen.

Die Idee für das Verfahren stammt vom Institut für Technische Optik der Universität Stuttgart. Gemeinsam mit den Wissenschaftlern entwickelte Mahr Labor- und Funktionsmuster. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung förderte das Projekt. Derzeit bringen die Göttinger den TWI 60 in Zusammenarbeit mit Optikherstellern zur Serienreife.

Mahr entwickelt das Gerät zusammen mit anderer Messtechnik, um sich den Optikmarkt zu erschließen. Bisher statten die Göttinger die Automobilindustrie und den Maschinenbau mit Messgeräten aus. „Diese Branchen wachsen im hohen einstelligen Bereich“, sagt Seidler. Der Markt für Optik, die Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts, erreicht dagegen zweistellige Wachstumsraten.

Um davon zu profitieren, hat Mahr in den vergangenen zwei Jahren vorhandene Produkte und die benötigte Software an die Erfordernisse der Optikindustrie angepasst. „Eine Besonderheit besteht darin, dass Linsen auschließlich berührungslos gemessen werden können“, erläutert Seidler. Die empfindlichen Linsen würden anderenfalls zerkratzt. Mahr verkauft bereits Messtechnik für geschliffene und vorpolierte Optikteile. Mit dem TWI lassen sich künftig auch endpolierte Teile überprüfen.

Bei den Optiken handelt es sich um aspährische Linsen, die im Gegensatz zu den sphärischen Linsen nicht kugelförmig sind. Außerdem lassen sich Freiformen messen. Letztere finden unter anderem in Projektoren und Projektionsbrillen Verwendung. Der Mahr-Konzern erwirtschaftete 2014 mit 1900 Mitarbeitern, darunter 700 Beschäftigte in Göttingen, 224 Mio. Euro Umsatz.

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