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Miritz-Citrus-Gruppe wächst zweistellig

Kirchgandern Miritz-Citrus-Gruppe wächst zweistellig

Die wachsende Mittelklasse in Asien und Lateinamerika beschert der Miritz-Citrus-Firmengruppe (MCI) in Kirchgandern zweistellige Wachstumsraten. „2015 werden wir erstmals mehr als 100 Mio. Euro Umsatz machen“, erwartet der geschäftsführende Gesellschafter Tillmann Miritz. Die Exportquote liegt bei 80 Prozent.

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Mit der Aufbereitung natürlicher Zitrusaromen erfolgreich: Tillmann Miritz (l.) mit Ralf Nolte.

Quelle: CR

Kirchgandern. Spezialisiert hat sich das Unternehmen auf die Aufbereitung natürlicher Zitrusaromen. „Die ätherischen Öle kaufen wir im Mittelmeerraum, in Nord- und Südamerika sowie in Südafrika an,“ erläutert Miritz. Sie werden aus den Schalen von Zitrusfrüchten gewonnen. Pro 100 Kilogramm Früchte sind das gerade mal 300 bis 400 Gramm. Entsprechend teuer sind die Öle. In Kirchgandern lagern sie in Edelstahltanks mit einem Fassungsvermögen von sieben bis 35 Tonnen.

 
Das Unternehmen zerlegt das Naturprodukt in einer hochautomatisierten Produktion mit verschiedenen Trennverfahren in die einzelnen Bestandteile. Mehrere Dutzend Komponenten liegen am Ende vor. Die Miritz-Mitarbeiter setzen sie dann genau nach Kundenwunsch neu zusammen. Der Grund: Die Qualität des Naturprodukts schwankt, die Kunden wollen aber immer dieselbe Note. Die aktuelle Zahl der Rezepturen beläuft sich auf 5000 Stück. Neue Aromen und Düfte kreiert das Unternehmen nicht.

 
Die Öle aus Kirchgandern dienen der Lebensmittelindustrie unter anderem zur Herstellung von Joghurts, Eiscremes oder Gummibärchen. Bedeutende Abnehmer sind Getränkehersteller. Alle Vierteljahr fährt ein Tankfahrzeug zum Wolfenbütteler Kräuterschnapsspezialisten Jägermeister. „Sie bekommen von uns zwei Komponenten“, verrät Miritz. „Wir beliefern zudem die Kosmetikbranche, die Produzenten von Reinigungs- und Körperpflegemitteln sowie von Bio-Lacken“, ergänzt der kaufmännische Direktor Ralf Nolte.

 
Nicht nur in den Schwellenländern mit wachsender Mittelklasse legen die Kirchgandener kräftig zu. Auch in etablierten Märkten wie in den USA (20 Mio. Euro Umsatz) und Japan (10 Mio. Euro) geht es aufwärts. Heute entfallen nur noch 20 Prozent des Umsatzes auf Deutschland. 90 Prozent waren es 1988, als Tillmann Miritz gemeinsam mit seinem Cousin Christian Miritz das Unternehmen vom Vater und Onkel übernahm. Der Umsatz belief sich seinerzeit auf umgerechnet zwei Mio. Euro.

1994 verlegten die beiden Unternehmer den Firmensitz von Rosdorf, wo ihnen der Platz zu eng geworden war, nach Kirchgandern ins Obereichsfeld. Dort stehen ihnen heute knapp 70 000 Quadratmeter zur Verfügung. Davon haben sie 25 000 Quadratmeter in den vergangenen drei Jahren dazugekauft. Derzeit arbeiten Politik und Verwaltung daran, die neuerworbene Fläche als Gewerbegebiet auszuweisen. „Wir brauchen zusätzliche Flächen für Produktion, Logistik und Verwaltung“, sagt Miritz. Noch in diesem Jahr will das Unternehmen weitere zehn Mitarbeiter einstellen.

 

Von Michael Caspar

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