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Mit Apps auf dem Acker

Landwirtschaft 4.0 Mit Apps auf dem Acker

„Future-Farming“ und „Landwirtschaft 4.0“: IT-Systeme halten verstärkt Einzug in die Landwirtschaft. Auch der Einbecker Saatguthersteller KWS Saat SE setzt auf die Digitalisierung: Seit gut einem Jahr können Landwirte „Cultivent“ nutzen.

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Quelle: EF

Einbeck. Für KWS ist Cultivent Teil der Strategie, mehr auf „direct services“ zu setzen, sagt Gerald Jüttner, IT-Leiter bei KWS. Durch die Koppelung an die Datenbanken von KWS soll das System Landwirten Informationen auf Handy, Tablet und Computer liefern, „um die richtigen Dinge zum richtigen Zeitpunkt zu tun“.

Ein faszinierendes System

In Gieboldehausen testet derzeit Markus Gerhardy die Anwendungen für KWS. Den, wie er sich selbst nennt, „mittelgroßen Ackerbauern“, begeistert das System. Eine der vielen Anwendungen ist die App „Trockensubstanzmonitoring“: Anhand von Wetterdaten, Bodenproben und anderen Werten aus den KWS Datenbanken liefert ihm die Anwendung Erkenntnisse über den Reife- und Entwicklungsprozess seiner Maispflanzen - regionsbezogen, wie er betont. Gerade wenn man viele Schläge habe, sei es kaum möglich, auf jeder Fläche Proben zu nehmen.

Wie funktioniert Cultivent?

Nutzer können Cultivent im Internetbrowser aufrufen oder sich die App für Smartphones mit Apple- oder Android-Betriebssystem runterladen. Die Anwendung ist modulweise aufgebaut, Nutzer können selber auswählen, bei welchen Kulturen sie Hilfestellungen erhalten wollen und welche der – allesamt kostenlosen – Angebote sie nutzen wollen.

Grundsätzlich funktionieren die Apps auch offline, betont KWS-IT-Leiter Gerald Jüttner. Sofern Internet verfügbar sei, synchronisieren sich die Daten wieder automatisch mit den KWS-Datenbanken. In die Anwendungen fließen dort neben wissenschaftlichen Daten auch Wetterdaten und Ähnliches ein.

Echtes „Futurefarming“ werde es Jüttner zufolge dann, wenn beispielsweise Traktoren auch automatisch Bodenproben nehmen und in das System einspeisen – eine entsprechende Kooperationsvereinbarung von KWS mit dem Maschinenhersteller Claas gebe es bereits.

Mittlerweile hat Gerhardy rund 20 der 64 Apps aus dem Cultivent-System getestet. Dazu gehören Apps, die ihm helfen, Schadbilder seiner Pflanzen möglichen Erkrankungen zuzuordnen oder auch ein Aussaatrechner, der präzise Mengen für den Saatguteinkauf vorschlägt.

Quer durch alle Kulturen

Besonders begeistert ihn, dass Cultivent Informationen „quer durch alle Kulturen hindurch“ liefert: für Mais, Zuckerrüben aber auch Getreidesorten und Zwischenfrüchte gibt es „kleine Apps, die man mal nutzt“.

Inwiefern sich Cultivent für kleinere Landwirte lohnen könnte, ist er sich unsicher: Einen Aussaatrechner brauche man bei bloß einem Hektar Fläche nicht - und grundsätzlich hänge viel von der Übung der Betriebsleiter im Umgang mit Informationssystemen ab. Auf die setzt auch Jüttner, demzufolge die Zahl der „Digital Native-Landwirte“ zunimmt.

Von Christoph Höland

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