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Mitarbeiter der Göttinger Digital-Media-Abteilung von my.worX ziehen um

Neuer Mieter Mitarbeiter der Göttinger Digital-Media-Abteilung von my.worX ziehen um

Die Digital Media-Abteilung der Werkstatt für Menschen mit seelischer Behinderung „my.worX“ hat einen neuen Standort. Sie ist von der Güterbahnhofstraße 11 in die 1a gezogen, in eine von ihrem Besitzer Helge Roestel aufwendig renovierte ehemalige Lagerhalle.

Göttingen. „An der alten Adresse war es einfach zu eng geworden“, berichtet my.worX-Geschäftsführer Dietmar Thiele. Einen neuen  geeigneten Standort zu finden, habe sich jedoch als schwierig erwiesen, so dass ein Umzug ins Industriegebiet unumgänglich erschien. Obwohl das eine denkbar ungeeignete Umgebung für die psychisch erkrankten Beschäftigten gewesen wäre, so der Diplom-Sozialpädagoge: „Sie sollen sich nämlich nicht abgeschoben fühlen.“  Doch dann gingen Thiele und Roestel gemeinsam ihrem Hobby Funkmusik nach. Zwischen den Liedern „Tower of Power“ und „Superstition“ legten sie eine kurze Pause ein, in der Schlagzeuger Thiele seinem Bass-spielenden Bandkollegen von der unglücklich verlaufenen Standort-Suche erzählte. Roestel dachte sofort an seine Lagerhalle.

Das rund 130 Jahre alte Gebäude, das ursprünglich als Stall und Getreidelager, später dann als Möbellager diente, hatte bereits einige Zeit leer gestanden. Weil es nicht denkmalgeschützt ist, hätte Roestel es abreißen und die freigewordene Fläche für ein anderes Gebäude nutzen können, doch das widerstrebte dem studierten Betriebswirt: „So eine alte Bausubstanz macht man doch nicht einfach dem Erdboden gleich.“ Was er mit der alten Halle machen sollte, wusste der 50-Jährige allerdings auch nicht. Bis ihn das Gespräch mit Thiele auf die rettende Idee brachte: Komplettrenovierung und Vermietung.

Roestel und die gemeinnützigen my.worX schlossen einen langfristigen Mietvertrag ab, anschließend ließ der Geschäftsmann das Gebäude komplett umbauen und renovieren. Unter anderem bekam es ein neues Fundament sowie ein Treppenhaus mit Fahrstuhlschacht. Außerdem wurde die Fassade vom Steinmetzbetrieb „Bachmann & Wille“ vollständig saniert, wobei die Arbeiter jeden Stein, der marode war, einzeln aus der Wand nahmen. Er habe ordentlich investiert, so Roestel, insgesamt eine hohe sechsstellige Summe.

Mittlerweile hat die Digital Media-Abteilung von „my.worx“ mit ihren 25 Rehabilitanden und drei Gruppenleitern ihr neues Domizil bezogen. Sie seien sehr zufrieden, betont Thiele, die Hausnummer 1a sei sozusagen Programm. Gruppenleiter Frank Merten erläutert unterdessen, dass die zentrale Lage für die psychisch erkranken Mitarbeiter eine wichtige Bedeutung habe: „Sie arbeiten mitten in der Stadt, sozusagen im Zentrum des Geschehens – das wertet ihre Tätigkeit enorm auf.“

Von Hauke Rudolph

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