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„Moje Rettungssysteme“ aus Garbsen

Innovationspreis 2015 „Moje Rettungssysteme“ aus Garbsen

101 frische Ideen bewarben sich um den Innovationspreis 2015 des Landkreises Göttingen beworben. Wir stellen die Teilnehmer und ihre Beiträge vor. Heute: „Moje Rettungssysteme“.

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Quelle: EF

Göttingen. Am Innovationspreis nahmen auch Kandidaten teil, die nicht aus Südniedersachsen kommen. Darunter die Firma „Moje Rettungssysteme“ aus Garbsen. Sie hat ein Gerät entwickelt, mit dessen Hilfe Menschen, die ins Wasser gefallen oder im Eis eingebrochen sind, leichter gerettet werden können.
Ein Seemann geht bei hohem Wellengang über Bord oder ein Kind bricht beim Spielen im Eis ein: Szenarien, für die häufig nicht die geeigneten Rettungsmittel zur Verfügung ständen, wie Bernd Moje und Klaus-Peter Barabasch sagen. Der Körper kühle im Wasser äußerst rasch aus, woraufhin der Verunglückte sich nicht mehr am zugeworfenen Rettungsring festhalten und den Kopf über der Wasseroberfläche halten könne. Aber selbst wenn er nicht untergehe, bleibe immer noch das Problem, ihn aus dem Wasser zu hieven. Das sei ein enorm schwieriges Unterfangen, bei dem häufig auch die Retter selbst in Gefahr gerieten.
Moje, selbstständiger Kfz-Meister und in seiner Freizeit Bastler und Tüftler, hat daher in jahrelanger Arbeit ein Gerät entwickelt, das die Rettungs- und Überlebenschancen des Verunglückten erheblich erhöhen soll. Barabasch, von Beruf Ingenieur, hat die Apparatur technisch verfeinert und verbessert. „Wasserrettungslift“ haben sie ihre Erfindung getauft.
Diese besteht aus einer Tasche aus spezieller Kunststofffolie, die sich bei Wasserkontakt automatisch aufbläst. Es entsteht eine Art Rettungsinsel in Badewannen-Format, in die sich der Verunglückte hineingleiten lässt oder – im Fall, dass ihm ein Retter zur Hilfe gekommen ist – er von diesem hineinmanövriert wird. Die Rettungsinsel bietet zwei Menschen Platz und hat eine Traglast von 240 Kilo, kann also sowohl den Verunglückten als auch den Retter aufnehmen. Zum Schutz vor Wellen lässt sie sich verschließen.
Mittels eines Rettungsgeschirrs, das der Verunglückte am Haken einer Leine befestigt, hievt dann ein Kran den Verunglückten empor.
Die beiden Tüftler haben ihre Erfindung mit Erfolg testen lassen. Zum einen vom Seenotkreuzer „Hermann Helms“ der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) in der Elbmündung bei Windstärke sechs und drei Meter hohen Wellen. Das andere Mal – bei dem es um die Rettung von Eingebrochenen auf dem Eis ging – von der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) auf dem Fluss „Lühe“.
Die Schlepper, Bergungsschiffe und Schwimmkräne der international operierenden Hamburger „Bugsier-Reederei“ sind mittlerweile mit dem Wasserrettungslift ausgerüstet, auch ein paar andere haben das rund 1850 Euro teure Gerät bereits erstanden. Aber den ganz großen Erfolg haben Moje und Barabasch noch nicht gehabt – die beiden sind eben in erster Linie Techniker, keine Kaufleute. Darum haben sie sich mit dem Unternehmen „Secumar – Bernhardt-Apparatebau“ zusammengetan und hoffen, dass die Kooperation mit dem Seerettungsmittel-Hersteller aus Holm bei Hamburg ihrer Erfindung den Durchbruch verschafft.

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