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Mündener Aussteller bei Messe in Wolfsburg

Zuliefer unter Druck Mündener Aussteller bei Messe in Wolfsburg

5 Mrd. Euro will der Volkswagen-Konzern jährlich einsparen. Zulieferer fürchten, dass dies auch zu ihren Lasten geht. Sie müssen sich künftig auf noch härtere Bedingungen einstellen, wenn sie VW, Audi, Seat oder Skoda beliefern wollen. Damit rechnet Branchenkenner Ferdinand Dudenhöfer, Direktor des Center Automotive Research an der Universität Duisburg-Essen.

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Metallumform auf der Messe: Marei Klocker und Elmar Schneider präsentieren Teile für Pkw-Motoren und -Getriebe.

Quelle: Göres

Wolfsburg. Unter diesen Vorzeichen ist die dreitägige Internationale Zuliefererbörse von Volkswagen mit 821 Automobilzulieferern aus 29 Nationen auch ein Stimmungstest.

„Einen hohen Kostendruck haben wir Automobilzulieferer immer schon“, sagt Marei Klocker von der Metallumform GmbH aus Hann. Münden. Bislang gebe es noch keine neue Kostenrunde. Wenn es zu Ausschreibungen für neue Projekte kommt, „muss man schauen, wie die Bedingungen sind“. Metallumform gehört zur Hay-Gruppe Bad Sobernheim, einem Hersteller von Schmiedeteilen für Getriebe, Motoren und Achsen. Volkswagen ist der größte Kunde.

„Es sind sehr viele VW-Einkäufer hier“, begründet Klocker die Messeteilnahme. Sie ist mit dem Verlauf der Messe ganz zufrieden. 500 Mitarbeiter, jeweils die Hälfte in Münden und in Leinefelde, erwirtschafteten im vergangenen Jahr einen Umsatz von 80 Mio. Euro. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet Klocker mit rund 83 Mio. Euro.

Innovationen entwickeln

„Der Preisdruck steigt. Online-Auktionen nehmen drastisch zu, bei denen die Top-Zulieferer aufgefordert werden, ein Angebot abzugeben“, berichtet Jürgen Prinz, Vertriebsleiter bei Knüppel Verpackung in Hann. Münden. Der günstigste Anbieter bekomme aber nicht immer den Zuschlag. Es könne passieren, dass der Zweitplatzierte den Auftrag erhält, wenn er es zum Preis des günstigsten Anbieters macht, weiß Prinz.

Wichtig sei es, Innovationen zu entwickeln, durch die Verpackungsmaterial und damit auch Kosten eingespart werden können. Mehr als die Hälfte des Umsatzes des auf Industrie-Verpackungen spezialisierten Unternehmens entfallen auf die Automobilbranche. „Wir schauen immer nach neuen Geschäftsfeldern, um nicht so stark von einer Branche abhängig zu werden“, sagt Prinz.

Die Tochterfirma Ckdpack produziert für VW und BMW in China für den dortigen Markt. „Das wird von den Unternehmen nicht direkt verlangt.“ Es sei aber ein Wettbewerbsvorteil, wenn man dort herstelle, wo auch die Automobilhersteller fertigen, sagt Prinz. Knüppel produziert auch in Tschechien und der Ukraine und hat eigene Zulieferer in Asien. „Den Preisdruck können wir nur zum Teil an unsere Zulieferer weitergeben“, steht für  Prinz fest.

Von Joachim Göres

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