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Mündener Klinikumsmitarbeiter erhalten länger Bedenkzeit

Ist der Aufschub die Lösung? Mündener Klinikumsmitarbeiter erhalten länger Bedenkzeit

Laut Geschäftsführung des Nephrologischen Zentrums Niedersachsen (NZN) erhalten die von Kündigung bedrohten Mitarbeiter noch zwei Tage Aufschub für ihre Entscheidung, in die Transfergesellschaft zu wechseln. Bis zum Freitag, 22. Januar, müssen sie sich entscheiden.

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Ministerin Cornelia Rundt und Landrat Bernhard Reuter

Hann. Münden.. „Mitarbeiter, die diesem Eintritt nicht oder nicht fristgerecht zustimmen, erhalten zum 31. Januar die schriftliche Kündigung ihres Arbeitsverhältnisses“, teilte Doreen Eggers, Pressesprecherin der AWO Gesundheitsdienste, mit.

Gleichzeitig bestätigt die AWO, dass es inzwischen auch eine Eintrittsprämie für Mitarbeiter gibt, die in die Transfergesellschaft wechseln. Es treffe jedoch nicht zu, dass die Prämie an die Insolvenzmasse gebunden sei und erst in einigen Jahren gezahlt werde: „Mitarbeiter erhalten die offerierte Eintrittsprämie im Februar 2016 zeitnah ausgezahlt“, so Eggers.

Allerdings: „Voraussetzung dafür ist, dass die Eintrittsquote erfüllt wird und somit die Transfergesellschaft überhaupt zustande kommt.“ 95 Prozent der von Entlassung bedrohten Klinikumsmitarbeiter müssen mindestens wechseln.

Nochmaliger Aufschub und Prämie – die Wechselbereitschaft ist anscheinend nach wie vor eher gering. Das ist vermutlich auch der Grund, warum Landrat Bernhard Reuter am  Donnerstag, 21. Januar, kurzfristig als Mediator im NZN auftritt. „Wir möchten Mitarbeitern die Gelegenheit geben, ihre offenen Fragen oder Bedenken über einen Mediator klären zu können“, sagt dazu Rainer Eckert, mandatierter Eigenverwalter der AWO GSD Gesundheitsdienste.

Warum aber ist die Transfergesellschaft so wenig attraktiv? „Mit maximal sechs Monaten Transfergesellschaft können Sie die Leute nicht locken“, sagt jemand, der sich auskennt. „Sie bekommen nur die doppelte Zeit der Kündigungsfrist in der Transfergesellschaft bei 80 Prozent des Gehalts von Anfang an, während sie in der Kündigungsfrist 100 Prozent des Gehalts erhalten.“

Es ergebe sich kaum ein finanzieller Vorteil beim Wechsel, was sich jedem erschließe, der das Angebot für sich einmal durchrechne.

Ob allein die Prämie daran so viel ändert? Zum einen soll die dafür benötigte halbe Million Euro erst teilweise beschlossen sein. Zum anderen hängt ihre Auszahlung daran, dass tatsächlich genügend Mitarbeiter wechseln. Wer wechselt, tritt folglich seinen Klageanspruch ab bei gleichzeitig bestehender Unsicherheit, ob er die Prämie überhaupt bekommt.

Daher auch das Bemühen von politischer Seite, die Mittel der Transfergesellschaft aufzustocken und sie attraktiver zu machen – neben dem Landkreis führt auch das Sozialministerium von Ministerin Cornelia Rundt derzeit Gespräche über eine bessere finanzielle Ausstattung.

Von Sven Grünewald

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