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Neue Veranstaltungsreihe „Forum Göttinger Unternehmer“

GWG will „Anwalt und Kümmerer“ sein Neue Veranstaltungsreihe „Forum Göttinger Unternehmer“

„Forum Göttinger Unternehmer – Wirtschaftsförderung aktiv“ heißt die neue Veranstaltungsreihe, mit der die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung Göttingen (GWG) den Dialog mit der heimischen Wirtschaft intensivieren will.

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Quelle: Theodoro da Silva

Göttingen. Den Auftakt hat am Dienstag im Sartorius-College ein Talk über „Wirtschafts- und Gewerbeflächen der Zukunft“ gemacht, zu dem etwas mehr als 50 Zuhörer – darunter viele aus der Immobilienbranche –  kamen.

Noch mehr Zusammenarbeit zwischen GWG und Wirtschaft – das kündigte GWG-Geschäftsführerin Ursula Haufe in ihrer Eröffnungsrede an. Die GWG wolle mit den Firmen noch stärker ins Gespräch kommen, wolle noch mehr klassische Wirtschaftsförderung betreiben. „Wir wollen Anwalt und Kümmerer für die Unternehmen sein“, lautet Haufes Versprechen. Dazu passt das neue GWG-Logo – zwei miteinander verbundene Kettenglieder, welche die Vernetzung von Wirtschaft und GWG symbolisieren sollen. Für den Herbst kündigte Haufe eine Befragung an, um festzustellen, wie die Unternehmen die Arbeit der GWG bewerten, „damit wir wissen, was wir gut machen und was wir besser machen können“.

Erst einmal stand jedoch der Talk über die Zukunft von Göttingens Wirtschafts- und Gewerbeflächen an. Hierzu stellte Daniel Schwicker-Zwarm vom Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) in Berlin eine Reihe interessanter allgemeingültiger Thesen auf. So werde in Zukunft die Zahl der klassischen Gewerbegebiete zugunsten von Mischformen – also Gebieten, in denen sowohl gearbeitet als auch gewohnt wird – zurückgehen (ein Beispiel für ein solches Gebiet ist die Bunsenstraße).

Das heißt, es werde immer weniger Gewerbeflächen-Entwicklung auf der grünen Wiese geben  – stattdessen würden Bestandsgebäude aufgewertet werden, was eine zunehmende Kooperation von Immobilienbesitzern, Unternehmen und Kommunen notwendig mache. Auch das Wesen von Gewerbegebieten werde sich verändern. Mehr und mehr würden sie nicht als Ansiedlung von Einzelunternehmen gedacht und konzipiert werden, sondern als Ressourcengemeinschaft, innerhalb derer die beteiligten Unternehmen beispielsweise gemeinsam für die Kinderbetreuung ihrer Angestellten sorgen sowie Einkaufsgemeinschaften gründen.   

Ganz konkret wurde dann Maik Lindemann in seinem Referat über die Neuaufstellung des Flächennutzungsplans der Stadt Göttingen. Es sei sowohl mit einer Zunahme der Bevölkerung als auch der Arbeitsplätze zu rechnen, so der Leiter des Fachbereichs Planung, Bauordnung und Vermessung der Stadt. In Zahlen ausgedrückt bedeute das einen Bedarf von knapp 4000 Wohneinheiten sowie von knapp 150 Hektar Bauland (rund zwei Drittel für Wohn-, ein Drittel für Gewerbeflächen). Dabei stünde für klassische Gewerbegebiete, Logistikstandorte und Industrieflächen genügend Fläche zur Verfügung, nicht jedoch für die von Schwicker-Zwarm beschrieben modernen „urbanen Standorte“.

Am Ende der Veranstaltung konstatierte Haufe, die Stadt müsse auch mal „Nein“ sagen können. Mit anderen Worten: Sie dürfe nicht zulassen, dass dort, wo sich Gewerbe etabliert hat, immer mehr Wohnen einsickert, das dann die Ausübung des Gewerbes behindert. 

Von Hauke Rudolph

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