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Neujahrsempfang 2015 der IHK in der Stadthalle Göttingen

IHK fordert bessere Zusammenarbeit kommunaler Spitzen Neujahrsempfang 2015 der IHK in der Stadthalle Göttingen

„Es wird keine Vergnügungsreise, die dem Land in den nächsten Jahren bevorsteht.“ Mit dieser Einschätzung hat Prof. Heyo Kroemer seinen mit viel Beifall quittierten Vortrag in der Stadthalle am Mittwochabend beendet. Der Dekan der medizinischen Fakultät und Sprecher der Universitätsmedizin Göttingen referierte vor 650 Besuchern des Jahresempfangs der Industrie- und Handelskammer (IHK).

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IHK-Präsident Hannes Rehm beim Neujahrsempfang 2015 der IHK in der Stadthalle Göttingen.

Quelle: Vetter

Göttingen. Sein Thema: „Medizinischer Fortschritt in einer alternden Gesellschaft – ein wirtschaftlicher Erfolgsfaktor?“

Für Kroemer steht fest, dass eine alternde Bevölkerung in einem solidarischen, auf einem Generationsvertrag basierenden Sozialsystem keinerlei Vorteile hat. An Beispielen verdeutlichte der Mediziner seine Einschätzung: Sieben zufällig gewählte Patienten in der Göttinger Universitätsklinik im Jahr 1928, sieben im Jahr 2014.

1928 war der mit 54 Jahren älteste Patient drei Jahre jünger, als 2014 der jüngste Patient (57). Zum ersten Mal lagen die Gesundheitsausgaben 2012 in Deutschland über 300 Mrd. Euro. In 20 Jahren, so Kroemer weiter, wird es 7,5 Millionen Renter mehr geben und 8,5 Millionen weniger Erwerbstätige als heute. Um die mit Migration zzu kompensieren, wären 32 Millionen Menschen nötig.

Zunahme bei altersspezifischen Erkrankungen, drei Millionen Demenzkranke im Jahr 2050 („Das sind drei Großstädte“) – die Kombination aus Demographie und medizinischem Fortschritt ist für Kroemer wie ein Tsunami, der sie Sozialsysteme trefffen wird. Entscheidend ist für den Göttinger, wie das System finananziert wird.

„Da wird es keine einfache Lösung geben.“ Wichtig sei die aktive Auseinandersetzung mit dem Thema.

Kommunale Familien

Joachim Tonollo hat für das neue Jahr einen Wunsch. Der Vizepräsident der IHK Hannover möchte, dass die kommunalen Spitzen zusammenarbeiten – „besser als bisher“. Das Bild der kommunale Familie solle mit Leben gefüllt werden, fordert der Unternehmer. Jedes Oberzentrum brauche sein Umland und umgekehrt, begründete Tonollo seine Forderung.

„Beide sind isoliert nicht lebensfähig.“ Beim Blick nach vorn und beim „Verliebt sein ins Gelingen“ nannte der IHK-Vize den PS-Speicher in Einbeck als beispielhaft, sprach von Aufbruchstimmung und verband damit die Hoffnung, dass die neue, aus Einbeck kommende Geschäftsführerin der ProCity GmbH, Friederike Breyer, den Einbecker Schwung mit dem Göttingen-Gefühl verbinden wird.

Der Fachkräftemangel ist ein Thema, für das IHK-Präsident Hannes Rehm dringend Handlungsbedarf sieht. Im Jahr 2030 werden zehn Millionen Fachkräfte mit dualer Ausbildung aus dem Arbeitsmarkt ausscheiden. Dem gegenüber stünden 7,6 Millionen Nachwuchskräfte. Mit der „Offensive duale Berufsausbildung 2015-2020“ wolle die IHK das Problem angehen. Mentoren und Ausbildungsbotschafter sollen in den niedersächsischen Schulen für Ausbildung werben.

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