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Neujahrsempfang der IHK

Neujahrsempfang der IHK

Der Neujahrsempfang der IHK Hannover stand dieses Jahr ganz im Zeichen des Abschieds: Ab Februar amtiert ein neues Präsidium. Sowohl für Präsident Hannes Rehm als auch für Vizepräsident Joachim Tonollo war es der letzte offizielle Auftritt für die IHK in Südniedersachsen.

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Quelle: HW

Göttingen. Von Wehmut allerdings war wenig zu sehen. „Heute möchte ich nicht in die Vergangenheit blicken“, sagte ein souveräner Hannes Rehm in seiner Eröffnungsrede und nutzte die Gelegenheit, mit seiner Ansprache auf die aktuellen Herausforderungen für die Unternehmen einzugehen. Auch für Rehm war die Flüchtlingsfrage das übergeordnete Thema – sowohl in seiner gesellschaftlichen Bedeutung, die alle fordert, als auch als Chance: die Migranten, die eine Perspektive suchten, auf der einen Seite, Unternehmen, die Fachkräfte benötigten, auf der anderen. „Diese beiden Gruppen wollen wir zusammenbringen, wo immer dies möglich ist“, beschrieb Rehm die Aufgabe der IHK.

Im IHK-Bezirk hätten im Jahr 2015 bereits 60 Unternehmen rund 100 langfristige Praktikaplätze zum Erwerb von Einstiegsqualifikationen angeboten. 650 Migranten konnten so angesprochen werden. Auch im Bereich der Anerkennung ausländischer Abschlüsse gehe die IHK einen bundesweit einmaligen Weg, indem sie eine persönliche Beratung in zehn verschiedenen Sprachen anbietet. Etwa 800 Anerkennungen habe es bereits gegeben.

Erneut kritisierte Rehm die überbordende Bürokratie, „die auf Dauer der wirtschaftlichen Entwicklung nicht zuträglich“ sei – ein Beispiel seien die Dokumentationspflichten für den Mindestlohn. Die rückläufige Zahl der Unternehmensneugründunen wie auch die Probleme bei der Unternehmensnachfolge in Familienunternehmen führte Rehm zumindest teilweise darauf zurück.

Insbesondere bedankte sich Rehm bei IHK-Vizepräsident Joachim Tonollo, der über viele Jahre die IHK aktiv mitgestaltet habe. „Wer ein Ehrenamt annimmt, der muss es auch ausfüllen, ist Ihr Leitspruch. Daran haben Sie sich immer gehalten.“

Auch Tonollo ließ keine Sentimentalität über den Abschied nach acht Jahren Präsidiumstätigkeit erkennen. Stattdessen schrieb er den Unternehmern zukünftige Aufgaben ins Stammbuch, die sich insbesondere mit dem Thema Fachkräfte beschäftigten. Hier könne die Region auf Leistungen ihrer Auszubildenden stolz sein: „Vier Landes- und davon sogar ein Bundessieger bei den IHK-Ausbildungs­berufen stammen aus Südniedersachsen“, betonte Tonollo. Gleichzeitig seien inzwischen rund 90 Auszubildende als Ausbildungsbotschafter in Schulen unterwegs, um für die duale Ausbildung Werbung zu machen.

Aber: Die Aktivitäten rund um den Übergang von der Schule in den Beruf seien inzwischen ausgesprochen zahlreich. „Wir müssen es schaf­fen, den allgemeinbildenden Schulen abgestimmte Angebote gebündelt und kon­zentriert vorzulegen. Die Einzelansprache überfordert auf Dauer die Schulen mit ihren begrenzten organisatorischen Kapazitäten.“

Für die Region wünschte er vor allem der Städteinitiative „Fachwerk Fünfeck“ für ihr „ambitioniertes Vorhaben“ Glück, die Fachwerklandschaft Südniedersachsen als Unesco-Weltkulturerbe aufnehmen zu lassen. Regional sollte auch das neue Stadtmarketing Göttingens werden, dessen Slogan „Stadt, die Wissen schafft“ doch schon etwas in die Jahre gekommen sei und Wirtschaft und Region nicht genügend Rechnung trage.

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