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Ning Jiang wird nicht allein gelassen

„Genius Göttingen“ Ning Jiang wird nicht allein gelassen

Wien oder Duderstadt? Professor Ning Jiang musste nicht lange überlegen, wo er seinen nächsten Arbeitsplatz antritt. Er entschied sich für das Eichsfeld. „Ich weiß nicht, ob ich mich in einer Großstadt noch zurechtfinden würde“, meint der 34-Jährige, der in einer Sieben-Millionen-Stadt im Südwesten Chinas aufwuchs.

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Freut sich über die herzliche Aufnahme im Eichsfeld: Ning Jiang beim Duderstädter Arbeitgeber Otto Bock.

Quelle: Tietzek

Acht Jahre lang hat er in Kanada geforscht, anderthalb Jahre in Dänemark. Immer lebte er in Kleinstädten. Die Entscheidung für Duderstadt fiel ihm auch deswegen leicht, weil dort Otto Bock, der Weltmarktführer im Bereich der Prothetik, seine Forschung betreibt. Ning arbeitet seit einem Monat für das Unternehmen im Bereich des strategischen Technologie-Managements.

Damit er die Alltagshürden leichter überwindet, erhält er Unterstützung von Genius Göttingen, einem Projekt der Südniedersachsen-Stiftung. Die Betreuung von Fachkräften bei der Eingliederung ist neben dem Standortmarketing die zweite Aufgabe der Initiative. Jiang lobt die Hilfestellung. In Dänemark musste er monatelang mit seiner Frau und dem drei Jahre alten Sohn in einer zu kleinen Wohnung leben, weil er keine größere fand. Sein kanadischer Führerschein wurde nicht anerkannt. Deshalb war die Familie anderthalb Jahre auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen, erinnert er sich. Während des strengen Winters blieb der Professor fast jede Woche irgendwo stecken. Auch konnte er für seinen Sohn keinen zweisprachigen Kindergarten ausfindig machen.

In Deutschland organisierte ihm Genius Göttingen zunächst einmal eine möblierte Wohnung in Seeburg. Demnächst zieht die Familie nach Göttingen, wo der Sohn den deutsch- und englischsprachigen ASC-Kindergarten besucht. Die Mitarbeiter von Genius Göttingen riefen im Rathaus an und fanden heraus, dass Jiangs Führerschein anerkannt wird. Auch beim Autokauf wurde Ning Jiang begleitet.

Positiv überrascht zeigt sich der Chinese von der „Wärme und Herzlichkeit der Südniedersachsen“. Effizient, aber kalt – so hatte er sich die Menschen vorgestellt. Auch die Kommunikation mit den Deutschen sei relativ einfach aufgrund weit verbreiteter Englischkenntnisse. Jiang und seine Frau wollen an der Otto-Bock-Akademie Deutsch lernen. Die Mathematikerin war in Kanada vier Jahre lang für die Regierung tätig. Nun hofft sie, auch in Deutschland bald Arbeit zu finden.

Wien oder Duderstadt? Professor Ning Jiang musste nicht lange überlegen, wo er seinen nächsten Arbeitsplatz antritt. Er entschied sich für das Eichsfeld. „Ich weiß nicht, ob ich mich in einer Großstadt noch zurechtfinden würde“, meint der 34-Jährige, der in einer Sieben-Millionen-Stadt im Südwesten Chinas aufwuchs.

Von Michael Caspar

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Genius Göttingen wird nicht mehr belächelt. Die Initiative der Südniedersachsen-Stiftung beweist ihre Daseinsberechtigung – mehr denn je.

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