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Noch keine Einigung im Bürgerspital

Einbeck Noch keine Einigung im Bürgerspital

Umbruchsituation im Einbecker Bürgerspital: Jochen Beyes, einer der Köpfe hinter der Rettung des Bürgerspitals aus der Insolvenz, ist von seinen Ämtern zurückgetreten. Die Gespräche über einen weiteren Gehaltsverzicht der ärztlichen wie nicht-ärztlichen Mitarbeiter blieben bislang ergebnislos.

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Personelle Veränderungen im Einbecker Bürgerspital, aber noch keine Einigung über einen weiteren Gehaltsverzicht der Mitarbeiter.

Quelle: Swen Pförtner/dpa

Einbeck. Beyes ist nach Auskunft des Bürgerspitals bereits am Montag, 6. Juni, von seinem Amt als Treuhänder sowie dem Beiratsvorsitz zurückgetreten. Die von ihm gehaltenen Geschäftsanteile werden an die Initiativgesellschaft - Einbecker Bürger, die sich finanziell in der Rettung des Bürgerspitals engagierten - zurückübertragen. Sein Nachfolger wird der Einbecker Kaufmann Walter Schmalzried.

Am Freitag, 3. Juni, unmittelbar vor dem Rückzug Beyes‘, hatte die Gewerkschaft Verdi deutliche Kritik an dem ehemaligen KWS-Finanzvorstand geübt. Obwohl der Notlagentarifvertrag zur Sanierung des Bürgerspitals nach der Insolvenz zum Ende 2015 ausgelaufen war und die Beschäftigten dadurch wieder einen Anspruch auf den vollen Tariflohn haben, behielt die Geschäftsführung den bisherigen Sanierungsbeitrag einfach weiterhin ein. Eine Einigung über die Fortführung des Sanierungsbeitrags ist mit den beiden Gewerkschaften Marburger Bund und Verdi bis heute noch nicht erzielt.

Laut Verdi hätten sich Beschäftigte von Jochen Beyes „massiv unter Druck gesetzt gefühlt“, da sie Einzelverträge unterschreiben sollten, mit denen sie auf die Gehaltsbestandteile verzichtet hätten. Auf die Frage, was im Falle einer Nicht-Unterzeichnung passiere, habe Beyes geantwortet, dass diese Beschäftigten wohl nicht zu diesem Unternehmen passen würden.

In seiner jetzigen Erklärung verwies das Bürgerspital darauf, dass ein Grund für den Rückzug sei, dass zwischen dem „Treuhänder Jochen Beyes und der Initiativgesellschaft unterschiedliche Auffassungen über Vorgehensweise und Entscheidungen des Bürgerspitals bestehen“. Beyes hatte die Geschäftsführung operativ unterstützt und insgesamt eine sehr aktive Rolle eingenommen. Für seine Verdienste ist ihm der Ehrenvorsitz des Beirats angeboten worden.

„Er hat in der Insolvenz vieles auf den Weg gebracht und das hat er sehr engagiert getan“, sagt Walter Schmalzried. Eine solch aktive Rolle sieht sein Nachfolger jedoch nicht für sich. „Letztendlich ist die Insolvenz jetzt abgewendet und wir befinden uns im Sanierungsstadium. Der Treuhänder soll nicht mehr Teil der Geschäftsführung sein, sondern sich auf seine eigentliche Rolle zurückziehen“ - und entsprechend die Interessen der Gesellschafter im Beirat vertreten.

Für Gehaltsanpassungen nach oben sieht Schmalzried kaum Spielraum. „Wir werden und können für die Zukunft auch nicht zu einem normalen Tarif zurückkommen. Das würde heißen, dass wir 18 bis 20 Leute freisetzen müssten.“

Am Bürgerspital sind derzeit rund 340 Mitarbeiter beschäftigt. Hinzu komme noch, dass das Bürgerspital als gemeinnützige GmbH organisiert sei und dementsprechend kein Gelderwerbszweck dahinter stehe, sich also niemand durch den Sanierungsbeitrag der Mitarbeiter bereichere. Vielmehr gehe es um die Sicherung der Krankenhauszukunft. 2015 schrieb das Bürgerspital erstmals schwarze Zahlen. Die ärztlichen Mitarbeiter hatten als Sanierungsbeitrag auf 8,5 Prozent ihres Gehalts verzichtet, die nicht-ärztlichen Mitarbeiter auf ihr Weihnachtsgeld.

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