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Nordhessen übernehmen Winkelhoff & Glaeser

In Göttingen investieren Nordhessen übernehmen Winkelhoff & Glaeser

Der Baustoff-Fachhandel Winkelhoff & Glaeser hat einen neuen Besitzer. Zum 1. März hat die Kasseler Raiffeisen-Warenzentrale Kurhessen-Thüringen GmbH das Unternehmen Im Rinschenrott 14 übernommen.

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Schmieden Pläne für den Standort Göttingen: W&G-Niederlassungsleiter Dieter Kallert und Prokurist Helmut Nickel (r.).

Quelle: Hinzmann

„Die 15 Mitarbeiter werden übernommen“, stellt Prokurist Helmut Nickel im Gespräch mit dem Tageblatt klar. Das gilt auch für Dieter Kallert, der den Göttinger Baustoff-Fachhandel seit vier Jahren leitet. Das sei dem Verkäufer, dem Hildesheimer Unternehmer Gerhard Bürger, bei Vertragsunterzeichnung wichtig gewesen.

Mit dem Erwerb von W & G machen die Kasseler den ersten Schritt nach Südniedersachsen. Die Raiffeisen-Warenzentrale, die 1894 in Kassel gegründet wurde und heute 1400 Mitarbeiter in Hessen, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern zählt, wollen in Göttingen zulegen. „W & G passt zu unserem Geschäft“, erklärt Nickel den Zukauf und nennt die Geschäftsfelder der Kasseler: Agrar, Baustoffe, Energie, Landmaschinen und Recycling. Der Bereich Baustoffe, den er im Unternehmen verantwortet, mache allein 130 Mio. Euro des Gesamtumsatzes von 690 Mio. Euro aus. Mit Göttingen seien es nun 23 Baustoff-Niederlassungen.

Über den Einkaufsverband Hagebau, dem die Warenzentrale seit April 2010 angehört, sei man auf W & G aufmerksam geworden. Bürger ist einer von mehr als 1000 Gesellschaftern von Hagebau, wie der Göttinger Markt zwischenzeitlich auch hieß. Bürger und der Vorstandsvorsitzende der Warenzentrale, Reinhard Stieglitz, seien sich rasch einig gewesen, als der 72-Jährige im Rahmen der Nachfolgeregelung einen Käufer suchte, berichtet Nickel. Den Standort Göttingen wolle man „deutlich ausweiten“ und zusätzliche drei bis sieben Arbeitsplätze in ein, zwei Jahren schaffen, kündigt er an. Die Geschäftsfelder Hoch- und Tiefbau sollen ausgeweitet, Garten- und Landschaftsbau hinzugenommen werden. W & G bedient zu 65 Prozent Handwerker, zu 35 Prozent private Kunden. Drei junge Leute sollen künftig Im Rinschenrott in die Lehre gehen, bisher ist es einer.

Im neuen Firmennamen bleibt Winkelhoff & Glaeser erhalten. Das sei bei der Raiffeisen-Warenzentrale neu, erklärt Nickel mit Blick auf das W & G-Gründungsjahr 1919.

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