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Bio-Öle von nah und fern

20 Jahre Ölmühle Solling Bio-Öle von nah und fern

Auf die Herstellung kaltgepresster Bio-Öle hat sich die Ölmühle Solling spezialisiert. Mit vier Produkten begannen die Boffzener vor 20 Jahren. Heute hat die Firma 60 verschiedene Öle im Angebot, die sie über einen eigenen Laden und einen Internetshop sowie 400 Einzel- und einige regionale Großhändler vertreibt.

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Quelle: EF

Boffzen. „Der Biomarkt wächst, und wir wachsen mit“, erklärt Geschäftsführerin Gudrun Baensch (61), die das Unternehmen mit ihrem Mann, dem Lebensmitteltechnologen Werner Baensch (64), gegründet hat. Heute beschäftigt das Ehepaar 55 Mitarbeiter. Derzeit ist ein Neubau am Firmensitz in Boffzen in Planung.

„Wir haben mit einer Ölpresse begonnen“, erinnert sich Baensch an die Anfänge. Die Entwicklungshelfer, die jahrelang in Südamerika und Asien gearbeitet hatten, waren damals nach Deutschland zurückgekehrt. Bis heute nutzen sie ihre Auslandskontakte bei der Suche nach Lieferanten für ungewöhnliche Grundstoffe. In Deutschland beziehen die Boffzener Produkte von 20 Bio-Landwirten.

„Unser Unternehmen lebt vom Ideenreichtum meines Mannes“, sagt Baensch. Köche und Ernährungsberater unterstützten ihn bei seinen Kreationen. Gerade hat der Lebensmitteltechnologe ein Öl aus peruanischen Maracuja-Samen auf den Markt gebracht. In Serbien kaufte er einige Tonnen Pflaumenkerne, aus denen er ein nach Marzipan schmeckendes Öl gewann.

„Gut ist die Nachfrage nach dem Öl, das wir aus Rapssamen und Chillischoten pressen“, sagt Gudrun Baensch. Es lasse sich zum Nachwürzen verwenden. Als Butterersatz diene Veganern ein Würzöl für Spargelgerichte. Veganer schätzten auch einen Brotaufstrich auf Kokosnussölbasis, der mit Röstzwiebeln und Äpfeln abgerundet sei und Gänseschmalz ersetze.

Werner Baensch stellt zudem Pflegeöle her. Gerade hat er ein Sportlerbalsam aus Kokosnussöl und Sheabutter entwickelt.

In den ersten Jahren verkaufte das Ehepaar die Produkte auf Wochenmärkten. Später begannen sie den Handel zu beliefern. 30 Prozent ihres Umsatzes machen sie heute über einen eigenen Onlineshop. Fünf Prozent des Umsatzes erwirtschaftet ein 80 Quadratmeter großer Laden am Firmensitz. Er wird nicht zuletzt von Radwanderern besucht, die an der Weser unterwegs sind.

Im Laden finden auch Informationsveranstaltungen statt. Da erfahren Kunden zum Beispiel, warum Leinöl oft bitter schmeckt. „Es enthält viele ungesättigte Fettsäuren, die schnell verderben“, weiß Baensch. Die Ölmühle wirbt daher mit frisch gepressten Ölen, die sofort ausgeliefert würden. 15 Prozent des Umsatzes machen die Boffzener im Export. Vor allem Osteuropäer kaufen die Solling-Öle. Die Kontakte kamen über die Biofach-Messe in Nürnberg zustande.

Mit Sohn Sebastian Baensch (28), einem Betriebswirt, ist seit zwei Jahren auch die zweite Generation im Unternehmen. Tochter Sara Baensch (25) beendet in diesem Jahr ihr Marketing-Studium an der Universität Köln.

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