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Organisationspädagoge referiert in Göttingen über Organisation von Arbeit

„Lernen, das Unerwartete zu managen“ Organisationspädagoge referiert in Göttingen über Organisation von Arbeit

Die zukünftige Organisation von Arbeit: Das war das Thema eines Vortrags, den Privatdozent Herbert Asselmeyer auf Einladung des Business and Professional Women Club Göttingen (BPW) gehalten hat. Wie sollten Unternehmen das Potenzial von Frauen nutzen, wie sollte Führung praktiziert werden, wie sollte der Umgang mit und die Haltung gegenüber Mitarbeitern aussehen? Fragen, auf die der Leiter des Instituts „Organization Studies“ der Uni Hildesheim interessante Antworten gab.

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Herbert Asselmeyer

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Deutlich wurde Asselmeyer beim Thema Frauen: Ihr Potenzial werde zu wenig genutzt. Unternehmen sollten keine Zeit mehr mit der Gerechtigkeitsdebatte vergeuden, sondern einen stringenten Kurs mit dem Ziel fahren, mehr Frauen in Führungspositionen zu bringen.

 
Das Unerwartete zu managen sei die große Aufgabe zukünftiger Führungskräfte, weil – anders als früher – eine starre Vorausplanung durch immer schneller auftretende soziale, politische, ökologische und ökonomische Turbulenzen heute nicht mehr möglich sei. Fehler geschähen unabwendbar, daher sei es notwendig zu lernen, sie zu erahnen, schnellstmöglich zu entdecken und flexibel auf sie zu reagieren.  

 
Was den zukünftigen Umgang mit Mitarbeitern angeht, riet der Wissenschaftler eindringlich zu Respekt vor ihrem fachlichen Können: „Wenn das Unerwartete eintritt, benötigt man Mitarbeiter, die mitdenken. Doch das tun sie nur, wenn sie sich respektvoll behandelt fühlen.“ Überhaupt: „Kommunikation ist der Schlüssel.“ Wichtig sei es, eine Eskalation zu vermeiden sowie die Bedürfnisse und Interessen des Gegenübers zu berücksichtigen. Als Orientierung könne die verdichtete Form von Rousseaus Gesellschaftsvertrag dienen: Lass es uns aushandeln.

 
Das rund 25-köpfige Publikum (darunter drei Männer) zeigte sich in der anschließenden Diskussion von den Ausführungen fasziniert, kritisierte allerdings einige von ihnen als zu theoretisch sowie zu sehr auf Großunternehmen bezogen (Asselmeyer hatte etwa Volkswagens Umgang mit Praktikanten enthusiastisch gelobt). „Sie beschreiben eine perfekte Welt“, sagte eine Zuhörerin, eine Arbeitswelt, die in der Region Südniedersachsen – deren Wirtschaft von kleinen und mittelständischen Betrieben geprägt sei – nicht existiere. Dem stimmte Asselmeyer zu, gab aber zu bedenken, dass sich auch kleine und mittlere Unternehmen anpassen müssten, um weiterhin erfolgreich zu sein. Als Beispiel nannte er Hotels: „Wenn die nicht die 35-Stunden-Wochen einführen, werden sie früher oder später kein qualifiziertes Personal mehr bekommen.“ 

Von Hauke Rudolph

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