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Ottobock eröffnet in Berlin den Open Innovation Space

Der kreativ-chaotische Ideenraum Ottobock eröffnet in Berlin den Open Innovation Space

„Physiker, Ingenieure, Informatiker, Designer, Journalisten, Verrückte, Studienabbrecher, Taxifahrer“, sagt Hans Georg Näder. Was die Leute machen, wo sie herkommen, ist ihm egal. Das einzige, was zählt, ist Neugierde, Kreativität, die Lust am Ausprobieren und Ideenentwickeln.

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Hans Georg Näder (r.) bei der Eröffnung des Open Innovation Space in Berlin: Keimzelle für Ideen und Heim für Kreative.

Quelle: Grünewald

Berlin. Für sie ist der Open Innovation Space (OIS) auf dem Gelände der Bötzow Brauerei gedacht. Seit Näder das brachliegende Brauerei-Gelände 2010 erwarb, geht es in großen – und visionären – Schritten voran. Inmitten von patinierten Fassaden, aufgebrochenem Pflaster und rostigem Industriedesign entsteht das Ottobock Future Lab, der neue Berliner Unternehmensstandort, an dem die Aktiengesellschaft ihren Sitz finden wird mit perspektivisch etwa 200 Mitarbeitern bis 2020; die Ottobock Holding wird weiter in Duderstadt sitzen. Während das seit 2009 existierende Ottobock Science Center Berlin am Potsdamer Platz „mit bisher 750000 Besuchern die öffentliche Bühne für Technologien für Menschen mit Handicap ist und bleibt“, wie Näder sagt, wird in Bötzow geforscht und entwickelt, gegessen und getrunken, Kunst betrachtet und später auch Party gemacht.

„Berlin ist für mich die spannendste Stadt der Welt“, betonte Näder bei der Eröffnung des OIS vor etwa 250 Gästen aus Politik, Wirtschaft und Medien, darunter auch Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller, Cornelia Yzer, Senatorin für Wirtschaft, Technologie und Forschung sowie Thomas Heilmann, Senator für Justiz und Verbraucherschutz. Hier gäbe es kreative Menschen, die sich nie nach Göttingen oder Duderstadt verlaufen würden. In Berlin sieht Näder auch das Potenzial für mehr. „In Berlin existiert der Spirit, das deutsche Silicon Valley zu werden.“

Mit dem Open Innovation Space will Ottobock sowohl Entwicklungen in diese Richtung anstoßen, als auch die kreativen Potenziale für sich nutzen. Kurz gesagt soll der OIS auf zwei Ebenen funktionieren: Auf der einen findet eine gezielte Projektentwicklung mit jungen Startups statt, die unter dem Dach des OIS ein Zuhause finden. Den Anfang macht das Fab Lab Berlin mit knapp 60 Mitarbeitern; wenn der Neubau fertig ist, sollen im OIS etwa 250 Menschen arbeiten können. Auf der zweiten Ebene kommt das offene Konzept des OIS zum Tragen: Grundsätzlich soll jeder – Einzelpersonen, Gruppen, externe Entwicklerteams und mehr – die Möglichkeit haben, die zur Verfügung stehenden Werkplätze und alle vorhandenen Maschinen zu nutzen, um ihre Ideen umzusetzen.

„Jemand hat vielleicht eine Idee, meldet sich, probiert es aus“, beschreibt Näder. „Vielleicht wird daraus ein Produkt oder ein neues Startup.“ Neue Ideen, neue Produkte, neue Services, neue Mitarbeiter verspricht sich Ottobock vom OIS. „Finden Sie nur einen Lionel Messi, kann so jemand ein Unternehmen auf Jahrzehnte positiv beflügeln.“ Junge Köpfe, frische Ideen, chaotischer Schaffensraum mit unvorhersehbaren Ergebnissen, heißt die Devise. „Was wir hier machen, wird in 90 Prozent aller deutschen Unternehmen unmöglich sein. Denn dafür müssen Sie auch mal drei Nächte ohne zu schlafen, in kurzer Hose und Flipflops herumlaufen, sonst werden sie von den Kreativen nicht ernst genommen.“

Von Sven Grünewald

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