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Ottobock verkauft Firmenanteile

Vor Börsengang Ottobock verkauft Firmenanteile

Ottobock-Eigentümer Hans Georg Näder will bis Mitte des Jahres 20 Prozent der Anteile an dem Medizintechnik-Unternehmen aus Duderstadt an Finanzinvestoren, Family Office s oder Technologiefonds verkaufen, wie er am Montag mitteilte. Näder erhofft sich dadurch Erlöse von 600 Millionen Euro.

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Quelle: Hinzmann/Archiv

Duderstadt. Ottobock wird laut Näder derzeit mit rund drei Milliarden Euro bewertet. "Dieser strategische Schritt erlaubt uns, noch schneller profitabel zu wachsen", begründete Näder den Vorstoß. Den Auftrag, Investoren zu suchen, hat die Investmentbank JPMorgan, wie Näder mitteilte. Sie dürfte damit auch in einer guten Position sein, den möglichen Börsengang zu organisieren, den Näder 2019 geplant hat.

Nicht die Ottobock-Gruppe plant einen Börsengang, sondern lediglich die Ottobock Healthcare GmbH. Das Flaggschiff der Gruppe zeichnete im Geschäftsjahr 2015 mit 847,7 Millionen Euro für 82 Prozent des Gesamtumsatzes verantwortlich, für sie arbeiten mehr als 6300 Mitarbeiter weltweit. Die Firma soll dazu in eine Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) umgewandelt werden, die es der Familie Näder ermöglicht, weiter den Ton anzugeben. "Wir wollen weiter die Rolle des globalen Konsolidierers in der technischen Orthopädie spielen", hatte Näder Mitte 2015 das Vorgehen begründet. Damals erklärte er, zunächst 25 Prozent von Ottobock an die Börse zu bringen. Auf die Arbeitsstellen im Raum Duderstadt hat der Verkauf der Firmenanteile keine Auswirkungen. Im Gegenteil: "Die Beschäftigung in Duderstadt wie auch Investitionen in der Region werden durch diesen Schritt eher stimuliert", betont Näder.

Das Thema Börsengang des Familienunternehmens ist dabei kein ganz neues. Im Jahr 2000 gab es erste Überlegungen und viele Diskussionen mit der Finanzwirtschaft. Letztlich hatte sich Max Näder, der Vater des jetzigen Unternehmenschefs Hans Georg Näder, gegen einen Börsengang ausgesprochen, weil man noch nicht bereit dafür war. 2014, als das Thema Börsengang wieder aufkam, hatte sich der Markt jedoch verändert. Der größte direkte Konkurrent der Ottobock Healthcare, das isländische Prothetik-Unternehmen Össur, ist bereits börsennotiert. Ebenso gebe es in den USA viele Unternehmen in der Branche, die sich über die Börse Geld für Investitionen organisieren. Um das Unternehmenswachstum zukunftssicher aufzustellen, hätten die Familie Näder und die Geschäftsführung sich daher für den Börsengang entschieden.

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