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PFC-freien Re-Imprägnierservice für Outdoor-Kleidung

Saubere Sache PFC-freien Re-Imprägnierservice für Outdoor-Kleidung

Seit Anfang 2015 bietet die „Meyer und Kuhl Spezialwäschen GmbH“ einen PFC-freien Re-Imprägnier-Service für Outdoor- und Funktionsbekleidung. Damit belegte die 2014 gegründete Firma beim Innovationspreis des Landkreises Göttingen in der Kategorie „Gründer und Jungunternehmer“ den dritten Platz.

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Geschäftsführer Jochen Kuhl und Axel Meyer (v.l.) beim Test der schadstofffreien Re-Imprägnierung von Outdoor-Textilien.

Quelle: Wenzel

Hardegsen. Werden imprägnierte Textilien häufig getragen und gewaschen, geht der Abperl-Effekt von Wasser und Schmutz mit der Zeit verloren, Re-Imprägnierung ist angesagt. Gut für das Kleidungsstück, schlecht für die Umwelt: Bei dem Verfahren werden bislang poly- und perfluorierte Chemikalien (PFC) verwendet, die im Verdacht stehen, krebserregend zu sein. Sollten die Besitzer von Textilien, welche ihre wasserabweisende und atmungsaktive Funktion zu verlieren drohen, also darauf verzichten, die ursprüngliche Funktion wieder herstellen zu lassen?

„Nein“, sagte sich Axel Meyer, Inhaber der gleichnamigen Wäscherei in Hardegsen. Der 48-Jährige setzte sich hin und tat das, was ihm am meisten Freude bereitet: Tüfteln. Er werkelte, probierte und experimentierte so lange, bis er sein Ziel erreicht hatte: eine Methode zu entwickeln, die es erlaubt, Kleidung ohne den Einsatz von PFC zu re-imprägnieren.    

Zusammen mit seinem Sauna- und Motorradfreund Jochen Kuhl gründete der Erfinder die „Meyer und Kuhl Spezialwäschen GmbH“. Eine ideale Symbiose: Meyer ist für Technik und Ausführung verantwortlich, sein Partner – promovierter Wirtschaftsinformatiker und selbstständiger Unternehmensberater – für den kaufmännischen Part, inklusive Marketing und Logistik.

Die beiden Freunde und Geschäftspartner haben bereits eine wichtige Geschäftsbeziehung eingeleitet: Kunden des größten deutschen Outdoor-Bekleidungsherstellers „Jack Wolfskin“ (345 Mio. Euro Jahresumsatz) können ihre Textilien nach Anmeldung im Jack Wolfskin-Online-Shop direkt an die Wäscherei schicken oder in einer der deutschlandweit 226 Filialen des Unternehmens abgeben, von wo aus sie nach Hardegsen weitergeleitet werden. Darüber hinaus ständen sie derzeit in Verhandlungen mit weiteren Herstellern und Ladenketten, sagen die beiden Unternehmer. Doch damit nicht genug – sie haben noch weitere Pläne.

„Wir suchen Kooperationspartner“, berichtet Kuhl. „Labore, Wissenschaftler, Chemiker, die uns helfen, die Behandlung von Outdoor-Textilien weiterzuentwickeln sowie ein weiteres Projekt anzustoßen, nämlich die Re-Imprägnierung von Feuerwehrbekleidung.“ Auch erste Kontakte ins Ausland haben die beiden schon geknüpft. Inzwischen haben sie zwei Mitarbeiter eingestellt und mehrere Tausend Textilien re-imprägniert. Der Markt in Deutschland betrage über fünf Millionen Stück pro Jahr, so Kuhl: „Da tut sich ein lohnendes Geschäftsfeld auf.“ Ein Patent werden sie nicht anmelden, so Meyer, weil das die Preisgabe von zu vielen Details beinhalten würde: „Unsere Geheimnisse wollen wir schließlich behalten.“

Was die Auszeichnung beim Innovationspreis für sie bedeutet? „Sehr viel“, sind sich die beiden einig. Sie erzeuge Anziehungskraft, sei ein Marketinginstrument, öffne Türen und verbessere ihre Verhandlungsposition erheblich.

von hauke Rudolph

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