Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 7 ° Regenschauer

Navigation:
Parlamentarischer Staatssekretär Michael Meister referiert in Göttingen zum Thema Erbschaftssteuer

Firmenerben: Hoch besteuern oder ganz befreien? Parlamentarischer Staatssekretär Michael Meister referiert in Göttingen zum Thema Erbschaftssteuer

„Erbschaftssteuer, quo vadis?“: So das Thema einer Veranstaltung in der Reihe „Fritz im Dialog“, zu der der Göttinger CDU-Bundestagsabgeordnete Fritz Güntzler ins „Planea Basic“ geladen hatte.

Voriger Artikel
Die spanischen Auszubildenden in Göttingen und der Region
Nächster Artikel
Student gründet Firma Greenhaus in Göttingen

Gastredner Michael Meister

Quelle: Heller

Göttingen. Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, Michael Meister (CDU), referierte. Darum ging es vor rund 60 Zuhörern, meist Unternehmer sowie Leute vom Fach wie Steuerberater und Wirtschaftsprüfer: Das Bundesverfassungsgericht hat im Dezember letzten Jahres das Erbschaftssteuerrecht für teilweise verfassungswidrig erklärt.

Der Grund: Es gäbe zu viele Privilegien für Firmenerben. Zwar stelle der Schutz von Unternehmen sowie von Arbeitsplätzen einen Grund dar, die Erben teilweise oder auch vollständig von der Steuer zu befreien. Die derzeitige „umfassende Verschonung ohne jegliche Bedingungen“ verletze jedoch das Prinzip der steuerlichen Belastungsgleichheit für alle Bürger.

Das Gericht hat dem Gesetzgeber eine Frist gesetzt: Bis zum 30. Juni 2016 muss er Korrekturen vorgenommen haben. Daran arbeite die Regierungskoalition derzeit auch, sagte Meister, der sehr gut vorbereitet war und mit umfassendem Detailwissen beeindruckte.

Das grundsätzliche Ziel der CDU/CSU: möglichst viele Bestimmungen des bisherigen Erbschaftssteuerrechts erhalten, um die in Deutschland vorherrschende Kultur der Familienunternehmen mit ihrer Betonung auf langfristiger Stabilität zu schützen. Man wolle keine Verhältnisse, wie sie etwa in den USA herrschten, wo die Unternehmenslandschaft vor allem aus Kapitalgesellschaften bestehe, bei denen nur das nächste Quartalsergebnis zähle.

Der Koalitionspartner SPD sieht in der Erbschaftssteuer hingegen ein Mittel, vorhandene Ungleichheiten in der Gesellschaft zu bekämpfen sowie  zu verhindern, dass große Vermögen in erster Linie durchs Erben und nicht durch eigene Leistung erzielt werden. Und da ist der Bundesrat, der dem neuen Gesetz – mit einfacher Mehrheit – zustimmen muss. Wobei die einzelnen Bundesländer ihre jeweils eigenen Interessen verträten, wie Güntzler sagte.   

Und deshalb, so Meister, gehe es in den anstehenden Verhandlungen auch nicht nur um fachliche Dinge, sondern auch darum, eine politische Mehrheit zu bekommen. Mit anderen Worten: Die CDU wird Kompromisse eingehen müssen. Grundlegendes Ziel sei es, so Güntzler, ein Erbschaftssteuerrecht zu schaffen, das eine Unternehmensweitergabe ermögliche, ohne das die zu zahlende Steuer den Fortbestand des Unternehmens gefährde. Dieses Ziel werde man auch erreichen – dass dabei alle Einzelinteressen berücksichtigt werden könnten, sei allerdings unwahrscheinlich.

Mit einem sei sowieso zu rechnen, sagten Meister und Güntzler unisono: Dass auch die nächste Version des Erbschaftssteuergesetzes wieder in Karlsruhe landen wird. 

Von hauke Rudolph

Voriger Artikel
Nächster Artikel
DAX
Chart
DAX 11.236,50 +0,29%
TecDAX 1.756,50 +0,18%
EUR/USD 1,0562 ±0,00%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

FMC 77,20 +3,47%
FRESENIUS... 69,87 +2,31%
BEIERSDORF 78,43 +1,86%
DT. BANK 17,32 -3,34%
THYSSENKRUPP 23,48 -2,44%
INFINEON 16,20 -1,12%

Wertpapiersuche

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Structured Solutio AF 170,60%
Crocodile Capital MF 121,61%
Stabilitas GOLD+RE AF 114,23%
Fidelity Funds Glo AF 100,02%
Morgan Stanley Inv AF 96,13%

mehr

Wirtschaft Rubriken
Rubriken Wirtschaft Göttingen und die Welt