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Pflegeheimbetreiber Tilch ausgezeichnet

Arbeitgeber mit dem Sondersiegel Pflegeheimbetreiber Tilch ausgezeichnet

Der Northeimer Pflegeheimbetreiber Tilch Verwaltungsgesellschaft wurde für seine Attraktivität als Arbeitgeber mit dem Sondersiegel „Fokus Frauen“ und „Top Job-Ausbildungsbetrieb“ ausgezeichnet. Gleichzeitig wird die Beschwerderate von Mitarbeitern des Unternehmens von Verdi als sehr hoch bewertet.

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Sven Tilch

Quelle: Hinzmann

Northeim. Die Sonderauszeichnung konnten nur Unternehmen erhalten, die bereits im Rahmen des bundesweiten jährlichen Unternehmensvergleichs „Top Job“ ausgezeichnet wurden. Tilch ist bereits mehrfach als Arbeitgeber des Jahres prämiert worden.

„Mit dieser Sonderauszeichnung würdigen wir das Engagement von Arbeitgebern, die ihren Auszubildenden und Frauen im Unternehmen durch und durch ehrliche und gleichberechtigte Entwicklungschancen bieten“, so Silke Masurat, Geschäftsführerin des Zentrums für Arbeitgeberattraktivität (Zeag) aus Konstanz, dass die Auszeichnung organisiert.

Für die Vergabe des Siegels wurden die Auszubildenden und Mitarbeiterinnen der Unternehmen befragt, wie sie ihren Arbeitsplatz wahrnehmen. So erhalten sowohl die Auszubildenden als auch die Mitarbeiterinnen bei Tilch an den 18 Unternehmens-Standorten umfangreiche Entwicklungsmöglichkeiten, teilte die Zeag mit.

Allerdings ist jedoch gerade im Mitarbeiterbereich in den Tilch-Einrichtungen offenbar nicht alles so, wie es das Siegel vermuten lässt. Verdi gegenüber haben wiederholt und unabhängig voneinander Beschäftigte berichtet, dass ihnen beim Ausfüllen der Testbögen für das Top Job-Siegel Führungskäfte über die Schulter geschautt haben.

„Arbeitgeber wie Pro Seniore und Tilch sind für uns keine Unbekannten. Von beiden erreichen uns besonders viele Beratungsanfragen von Mitarbeitern verglichen mit dem Altenpflegebereich in Südniedersachsen“, sagt Julia Niekamp, die für den Gesundheitsbereich zuständige Gewerkschaftssekretärin bei Verdi in Göttingen.

Bei der Zahl der tatsächlich eingeleiteten arbeitsrechtlichen Verfahren nach der Rechtsberatung liege Pro Seniore allerdings vorne. Bei Tilch gelte weder ein Tarifvertrag noch gebe es einen Betriebsrat. „Beschäftige von Tilch sprechen jedenfalls häufig von Angst und Druck. Nach ihrer Wahrnehmung wäre eine Betriebsratsgründung wahrscheinlich nicht gerne gesehen.“ Die Nachfrage nach Rechtsberatungen für Tilch-Mitarbeiter gebe es bereits einige Jahre, so Niekamp.

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