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Piller Blowers & Compressors GmbH Moringen startet durch

Industrieventilatorenhersteller investiert stark in Standort und Produktivität Piller Blowers & Compressors GmbH Moringen startet durch

Kräftig investieren will die Moringer Piller Blowers & Compressors GmbH. Neben Großinvestitionen in der Produktion ist der Bau eines 6,5 Mio. Euro teuren Verwaltungsgebäude in der Nienhagener Straße 6 geplant.

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„Wir wollen in den kommenden fünf bis zehn Jahren unseren Umsatz von derzeit 65 Mio. Euro auf 125 Mio. Euro erhöhen“, kündigt Nils Englund, geschäftsführender Gesellschafter von Piller Blowers & Compressors GmbH an.

Quelle: Hinzmann

Moringen. „Wir wollen in den kommenden fünf bis zehn Jahren unseren Umsatz von derzeit 65 Mio. Euro auf 125 Mio. Euro erhöhen“, kündigt Nils Englund, der geschäftsführende Gesellschafter von Piller an.

Die Zahl der Mitarbeiter soll um 75 Personen auf dann 400 Menschen steigen. Um die Ziele zu erreichen, muss die Produktivität zulegen. Daher erhält das Unternehmen im Juni für 400000 Euro einen Schweißroboter. Im Oktober wird ein 100 Tonnen schweres Dreh- und Fräszentrum geliefert. Die Inbetriebnahme der 1,2 Mio. Euro teuren Anlage plant Piller nach Aufbau und Einrichtung im Februar 2015.

„Neue Mitarbeiter suchen wir vor allem in der Forschung und Entwicklung, in der Konstruktion und im Vertrieb“, sagt der Geschäftsführer. Nicht zuletzt für sie ist das neue Verwaltungsgebäude gedacht. Weil in den Altbau nur 120 Menschen passen, mussten die zehn After-Sales-Mitarbeiter (Inbetriebnahme, Schulungen) und elf Servicetechniker bereits in Bürocontainer ausweichen.

In den Neubau sollen auch zehn Kollegen aus der Fertigungsplanung, der Qualitätssicherung und der Dokumentation ziehen. Sie arbeiten bisher in der Fertigung. Dort wird der Raum ebenfalls knapp.

„Den Bauantrag für den vierstöckigen Neubau stellen wir noch im Mai“, sagt Englund. Die Stadt muss den Bebauungsplan ändern, der nur eine zweistöckige Bebauung vorsieht. Im Spätsommer sollen die Bauarbeiten beginnen. Der Bezug könnte im Spätherbst 2016 erfolgen.

Was aber ist der Grund für das starke Wachstum? „Seit der Finanzmarktkrise konzentrieren wir uns auf die ertragsstarken Produkte“, erklärt Englund. Das Sortiment wurde bereinigt. So gliederte das Unternehmen im Mai 2012 die Standardventilatoren-Produktion aus und verkaufte diesen Bereich.

Das Unternehmen konzentriert sich nun auf die Nische, in der sie nach eigenen Angaben Weltmarktführer ist: die mechanische Brüdenverdichtung. „Der Brüden ist mit Wasserdampf gesättigte Luft“, erläutert Englund. Er wird durch den Einsatz von Ventilatoren mechanisch verdichtet. Mit dem Druck steigt die Temperatur.

Solche Brüdenverdichter kommen bei der Herstellung von Saftkonzentraten, Tomatenmark und Milchpulver, aber auch bei der Gewinnung von Blutplasma, dem Umgang mit Schwefelsäure in der Metallaufbereitung oder bei der Meerwasserentsalzung zum Einsatz. „Unsere Geräte senken die Energiekosten, was in vielen Ländern ein Thema ist“, erläutert Englund. In diesem Segment macht Piller heute 35 Mio. Euro Umsatz.

Daneben fertigt es noch Spezialventilatoren für die Petrochemie (5 Mio. Euro) und für Industrieöfen (3 Mio. Euro). Der Rest des Umsatzes entfällt auf After-Sales-Geschäfte, Service sowie den Verkauf von Ersatzteilen und zugekauften Teilen.

„Die Neuausrichtung hat bei uns Kräfte freigesetzt“, berichtet Englung. 2010 erwirtschaftete das 1909 gegründete Unternehmen noch mit 320 Mitarbeitern 32 Mio. Euro Umsatz. Die Exportquote liegt heute bei 85 Prozent. 40 Prozent der Exporte gehen nach Asien, 25 Prozent nach Europa, 15 Prozent nach Nordamerika.

Von Michael Caspar

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