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Preis für Innovationsmanagement

Zwei regionale Unternehmen gehören zu den Top 100 Preis für Innovationsmanagement

Zwei Südniedersachsen haben für ihr innovatives Unternehmen die Auszeichnung als Top 100 Innovator erhalten: Parkettum Römmich GmbH aus Göttingen und Tilch - Ganzheitliche Pflege und Betreuung. Parkettum nahm das erste Mal am Wettbewerb teil, für Tilch gab es das Siegel das dritte Jahr in Folge.

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Artur Römmich gehört mit seinem spezialisierten Parkett-Unternehmen zu den Top 100 Innovatoren des Mittelstands.

Quelle: R

Göttingen. „Es geht nicht um einzelne Erfindungen“, betont Sven Kamerar, Pressesprecher der Compamedia GmbH, die den Wettbewerb ausrichten, „sondern um das Innovationsmanagement und den Markterfolg eines Unternehmens“ - damit sei der Wettbewerb einzigartig in Deutschland. So werde beispielsweise in die Entscheidung mit einbezogen, wie ein Unternehmen externe Partner oder die eigenen Mitarbeiter einbindet oder welchen Markterfolg ein Unternehmen mit seinen Innovationen hat. Für den Tilch-Erfolg spielte die Mitarbeiter-Einbindung eine große Rolle.

Für Artur Römmich, Inhaber der Römmich Parkettum GmbH, war die Teilnahme hingegen ein großer Schritt: Seit 2005 gibt es den spezialisierten Parkettleger-Betrieb. Zunächst noch sprichwörtlich aus der eigenen Garage heraus als ein-Mann-Unternehmen hat Römmich heute um die 15 Mitarbeiter und große Ausstellungsräume in Göttingen.

2013 habe sich das bis dahin starke Firmen-Wachstum abgeschwächt, so Römmich. „Daher habe ich mit intensivem Onlinemarketing angefangen und Seminare zu verschiedenen Themen wie Storytelling oder Marketing besucht.“ Die Folge waren eine neue Homepage, aktive Nutzung von Social Media Kanälen und fleißiges Bloggen mit lockeren Geschichte rund um das Thema Parkett. Die Ausstellungsräume sind ganz in Schwarz gehalten, das habe „Mut gekostet“, die Möbel designte der gelernte Tischler Römmich selbst.

War Parkettum früher hauptsächlich in Göttingen und Umgebung tätig, „kommt jetzt fast die Hälfte der Kundschaft aus einem überregionalen Einzugsgebiet von Hannover bis Kassel“, sagt Römmich. Das alles habe Prof. Nikolaus Franke, den wissenschaftlichen Leiter des Wettbewerbs, überzeugen können.

Zusammen mit dem Top 100 Siegel erhielt Römmich eine 51-seitige Auswertung der Stärken und Schwächen des Innovationsmanagements in seinem Betrieb. Damit will er sich demnächst intensiv auseinandersetzen - „Urlaubslektüre“.

Derweil wurden schon Briefbögen und Mailsignaturen mit dem neuen Innovationssiegel versehen. „Ich gehe davon aus, dass es dem Kunden vermittelt, dass wir ein solides Unternehmen sind“, so Römmich. Er hat ein klares Ziel vor Augen: In absehbarer Zeit ein zweites Geschäft zu eröffnen. Daher auch die intensive Befassung mit dem Thema Marketing und Unternehmensverbesserung.

Geschäftsmodell Top Innovatoren-Wettbewerb?

Während andere Preise, etwa die Innovationspreise des Landkreises Göttingen oder der Volksbank im Harz, darauf basieren, dass Siegprämien gestiftet werden und eine Jury entscheidet, ist das Prinzip für die „Top 100 Innovatoren“ anders: Die Teilnehmer der Qualifikationsrunde, in der es eine erste Einschätzung des Innovationspotenzials des Unternehmens gibt, müssen 300 Euro Gebühren bezahlen. Teurer wird es dann für die Unternehmen, die nach der Finalrunde als die Top 100 Innovatoren in ihrer Größenklasse ausgezeichnet werden: Bis 50 Mitarbeiter sind dies 8400 Euro, bis 200 Mitarbeiter 8900 Euro und darüber 9600 Euro.

Für die Auszeichnung 2016 bewarben sich 366 Unternehmen für die Qualifikationsrunde, 284 gelangten in die Finalrunde. 238 kamen in die Top 100 – jeweils maximal 100 je Größenklasse. Die Entscheidung über die Aufnahme in die Top 100 trifft der wissenschaftliche Leiter des Preises Prof. Nikolaus Franke mit seinem Team auf Grundlage der umfangreichen Selbstauskünfte und gegebenenfalls einer Plausibilitätsprüfung, so Sven Kamerar, Pressesprecher von Compamedia.

Die Gebühren erklärt Kamerar mit dem Aufwand für die Organisation und die Personalkosten des wissenschaftlichen Teams, die Gewinne gehen an Franke und Compamedia. Durch die sich selbst finanzierende Organisation sei man unabhängig von Sponsoren und Großunternehmen und habe ein rein wissenschaftliches Verfahren zur Siegerermittlung.

Den Preis vergibt Compamedia seit 1993, in den letzten Jahren zeigten die Teilnehmerzahlen die bundesweit steigende Bekanntheit des Wettbewerbs, so Kamerar. In der Qualifikationsrunde nahmen 2015 302 Unternehmen teil, 2014 waren es 247 und 2013 waren es 245.

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