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Kiessee und Mettbrötchen

Junge Spanier machen Ausbildung Kiessee und Mettbrötchen

Finanziert vom Bundesprogramm „MobiPro-EU“ kommen über das Projekt „Adelante!“ der VHS Göttingen Osterode und der IHK Hannover junge Menschen aus Spanien für eine Ausbildung nach Südniedersachsen. Wir stellen „unsere“ Spanier vor.

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Alberto Mancera Ortiz und Sarai González Jimenez

Quelle: Vetter

Göttingen. Es ist das einzige Pärchen, das im Rahmen von „Adelante!“ nach Göttingen gekommen ist – und auch noch Bestand hat. Sarai González Jimenez, 22, und Alberto Mancera Ortiz, 25, stammen aus Castanetas bei Malaga und haben sich bei den Göttinger Betrieben Intercoiffure Karen Schütz und Mahr gut eingelebt.

 Angefangen hat Sarai in Spanien als Kauffrau, musste aber feststellen, dass ihr der Beruf überhaupt nicht liegt. Also begann sie das zumachen, was sie schon immer wollte: Friseurin zu werden. Alberto hingegen fand nach seiner Ausbildung als Elektriker keinen Job und arbeitete drei Jahre in einer Fleischfabrik. „Ein Knochenjob“, wie er sagt. Dann tat sich plötzlich für beide die Möglichkeit auf, mit Adelante nach Deutschland zu kommen. Seit Sommer 2015 sind sie hier.

 
„Wir haben uns hier seit dem ersten Moment wie zu Hause gefühlt“, erzählt Sarai. Die grüne Landschaft, der Kiessee – sie machen viele Spaziergänge. Das einzige, was sie sehr vermissen, ist die Familie. Aber so ganz weit weg ist sie nicht: Zu Hause kochten die Mütter der beiden, nun müssen sie sich selbst um das Essen kümmern. Albertos Mutter tat, was sie konnte. So filmte sie sich beim Zubereiten einer Paella und schickte das Video als Anleitung.

 
Der Start gelang gut, weil sie aus ihren Betrieben sehr viel Unterstützung erhielten. „Dafür sind wir wirklich dankbar“, sagt Alberto. Karin Schütz organisierte eine Zwei-Zimmer-Wohnung für die beiden, unmittelbar über dem Friseursalon in der Kurze-Geismar-Straße. Auch bei der Einrichtungsbeschaffung half sie fleißig mit. „Das Team hat sie sehr gut aufgenommen, sie ist auch eine wirklich Fleißige und Liebe“, sagt Karin Schütz. Die Kunden hätten Sarai dermaßen gut aufgenommen, dass man ihr schnell die Angst vor dem Deutschsprechen nehmen konnte. Darin ist sie inzwischen sehr gut, wie sie auch generell eine schnelle Auffassungsgabe hat.

 
Für Alberto, dem das Fremdsprachenlernen hingegen schwerfällt, richteten die Kollegen eine eigene Whatsapp-Gruppe ein, um ihm beim Deutschlernen zu unterstützen: Die Deutschen versuchen sich in Spanisch, Alberto antwortet auf Deutsch. „Er ist ein total offener, netter Mensch, aber Sprache ist einfach nicht Seins“, meint Sabine Schlüer von Mahr. „Da kämpfen wir richtig. Die Themen der Berufsschule müssen nachgearbeitet werden. Dabei hilft ihm beispielsweise ein anderer spanischer Azubi.“

 
Bei Mahr hat Alberto eine typisch deutsche Tradition kennen- und schätzen gelernt: Immer, wenn ein Kollege Geburtstag hat, bringt er Mettbrötchen mit. Für Alberto war das Zuneigung auf den ersten Bissen.

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