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Laseroptiken im Reinraum

Qioptiq in Göttingen Laseroptiken im Reinraum

Ein Unternehmen muss sich immer wieder neu erfinden, will es auf den Märkten bestehen. Das erläuterte Olaf Meyer, einer der Vertriebsleiter bei der Firma Qioptiq/Excelitas, dem Marketing Club Göttingen am Beispiel seiner Firma. Der Club besichtigte das Qioptiq-Werk in der Königsallee 23 in Göttingen.

Königsallee 23, Göttingen 51.537853 9.91774
Königsallee 23, Göttingen Mehr Infos
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Vorbildliche Reaktion auf demografischen Wandel
Quelle: r

Göttingen. „Mit der Produktion von Geräten für Wissenschaftler begannen die Gründer August Spindler und Adolf Hoyer 1898 am Göttinger Kornmarkt“, berichtete Meyer. Sie hätten unter anderem Kohlebogenlampen hergestellt, aber auch den vom Göttinger Geophysiker Emil Wiechert erfundenen Seismographen oder die Geräte, mit denen der Göttinger Nobelpreisträger Richard Zsigmondy seine Untersuchungen durchgeführt habe. Preise bei Weltausstellungen hätten das Unternehmen überregional bekanntgemacht.

„1907 bauten wir in der Königsallee“, führte der Diplom-Ingenieur aus. Um das Werk auszulasten, sei Spindler & Hoyer unter anderem in die Produktion von Feldstechern eingestiegen. Das Unternehmen habe für das Militär, aber auch für Jäger und Opernfreunde gefertigt. Das Geschäft sei in den 60er-Jahren ausgelaufen. Wettbewerber aus Japan hätten günstiger produzieren können.

„Nach dem Zweiten Weltkrieg stiegen wir für einige Zeit in die Produktion von Brillengläsern ein“, wusste Meyer. Seit den 60er-Jahren fertige das Unternehmen Laser-Optiken für Industrie und Wissenschaft. Sie kämen etwa in den Belichtungsmaschinen zum Einsatz, mit denen Computerchips hergestellt würden. Daneben gebe es das Kataloggeschäft mit 2500 verschiedenen Artikeln vor allem für die Forschung und Entwicklung. Im Zentrum stehe die bereits 1963 auf den Markt gebrachte Microbank, mit der sich sehr präzise Linsen auf Stangen auffädeln ließen.

„1996 kaufte der damalige Geschäftsführer von Spindler & Hoyer das eigene Unternehmen und benannte es in Linos um“, sagte Meyer. Linos sei 2006/07 wiederum von Qioptiq übernommen worden, Qioptiq 2013 durch den amerikanischen Elektronikanbieter Excelitas. Das Werk in Göttingen beschäftigte heute 240 Mitarbeiter, 150 davon in der Produktion. Die Fertigung verfüge über 750 Quadratmeter Reinraumfläche.

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