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Raue Gesellen sind nicht mehr gefragt

Jan Henning Landesmeister der Mechatroniker Raue Gesellen sind nicht mehr gefragt

Jan Henning gehört zu den Besten: Der ehemalige Realschüler hat seine Ausbildung zum Mechatroniker für Kältetechnik beim Unternehmen „Döbrich & Kohl“ mit der Note 1,9 absolviert und bei den Landesmeisterschaften den ersten Platz belegt. Im Oktober will der 21-Jährige die Meisterausbildung beginnen.

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Jan Henning neben einem Kombi-Dämpfer.

Quelle: Rudolph

Bad Lauterberg. Kältetechnische Anlagen für Lebensmittel einrichten, Klimaanlagen installieren und Kühlzellen für wertvolle Produkte wie zum Beispiel ­Arzneimittel bauen: Das ist Hennings Welt. Häufig nimmt er auch Reparaturaufgaben wahr: „Wenn das Gerät des Kunden wieder funktioniert, ist das ein befriedigendes Gefühl.“ Apropos Kunde: Die Zeiten, in denen Gesellen im wahrsten Sinne des Wortes raue Gesellen waren, seien vorbei, so Henning: „Wir müssen uns präsentieren können; vernünftig aufzutreten, ist heute ganz wichtig.“

Und vernünftig trete der junge Mann auf, sagt Christopher Ettrich. Überhaupt ist der Innendienstleiter voll des Lobes für seinen jungen Mitarbeiter. Er habe von Anfang an mitgedacht und eine bemerkenswerte Selbstständigkeit an den Tag gelegt, was bei den heutigen Azubis eher selten vorkomme. Stichwort Helikopter-Eltern: „Sie betüddeln ihre Kinder von hinten bis vorn und sie sind dann daran gewöhnt, dass sie ständig jemanden haben, der sich um sie kümmert.“ Henning sei da ganz anders, gehe zum Beispiel gerne auf Montage. „Stimmt“, sagt der Jung-Geselle, „unterwegs zu sein, Neues zu sehen und neue Menschen kennenzulernen, ist eine tolle Sache“.

Gibt es eigentlich auch etwas, das ihm an seinem Beruf nicht so gut gefällt? „Ja“, erwidert er nach einiger Überlegung, „wenn’s dreckig wird - aber da muss man durch“. Und was ist mit der Tatsache, dass die Arbeit gelegentlich körperlich anstrengend ist? „Kein Problem, spart das Fitness-Studio.“

Ab Oktober will er die Meisterschule im thüringischen Niedersachswerfen bei Nordhausen besuchen. Und zwar in Teilzeit, das heißt, drei Wochen Arbeit, eine Woche Schule. Sein Arbeitgeber zahlt ihm weiterhin ein volles Gehalt, schließlich „wollen wir ihn auf keinen Fall verlieren“, wie Ettrich betont. Auf der Meisterschule wird Henning unter anderem lernen, Anlagen zu berechnen, die technische Planung vorzunehmen und Angebote zu schreiben. hr

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