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Rechenzentrum mit Grundwasser gekühlt

Deutsche Energie-Agentur nominiert Projekt des Ingenieurbüros Geese in Hardegsen Rechenzentrum mit Grundwasser gekühlt

Ein Rechenzentrum lässt sich mit Grundwasser kühlen. Ein entsprechendes Projekt, das den Energiebedarf um 95 Prozent senkte, hat die Deutsche Energie-Agentur für den Energy Efficiency Award nominiert. Die Hardegser Firma Geese Beratende Ingenieure setzte die Maßnahme um.

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Nominiert für ihr Projekt: Julia und Günther Geese.

Quelle: EF

Hardegsen. „Unter dem Firmengelände unseres Kunden fließt Grundwasser“, erläutert Diplom-Ingenieur Günther Geese (66). Es werde bereits seit Jahren abgepumpt, damit die Keller nicht vollliefen.

Die Firma nutze es nun zur Kühlung ihres Rechenzentrums. „Elektronische Bauteile erzeugen im Betrieb Wärme“, erläutert Geese. Werde sie nicht abgeführt, sinke die Rechenleistung, was bis zum Totalausfall der Anlage führen könne. Um das zu verhindern, habe das Unternehmen bisher Kühlgeräte eingesetzt. Auf sie sei bisher bei geballter Rechenleistung mehr als ein Drittel der Energie entfallen, die das ganze Rechenzentrum verbraucht habe.

Bei der neuen, 60 000 Euro teuren Lösung benötigen nur noch die Pumpen, die zehn Kubikmeter Grundwasser in der Stunde bewegen, Strom. Aufgrund der langjährigen Tätigkeit für den Kunden im Rahmen eines Programms zur Erhöhung der Energieeffizienz weiß Geese, das auch in trockenen Sommern ausreichend Kühlwasser zur Verfügung steht.

„Wir haben den Bedarf zudem durch eine neue Aufstellung der zwei Meter hohen und 80 Zentimeter breiten Server nach dem Warm-Kalt-System zusätzlich verringert“, führt der Ingenieur aus. Sie stünden nun so, dass die Abwärme in eine Richtung abgegeben werde.

Das Hardegser Büro setzt solche Projekte seit der Gründung 1979 um. „Nach Ölpreisschocks in den 70er-Jahren hatte ich an der Universität über das Thema geforscht“, erinnert sich Geese. In den ersten Jahren seien Firmen am Energiesparen nicht besonders interessiert gewesen.

Dazu sei die Energie damals noch zu günstig gewesen. Das habe sich in den vergangenen Jahren geändert. Hinzu kämen die ambitionierten Ziele der Politik zum Klimaschutz. Der Verbrauch fossiler Energien müsse deutlich sinken.

Die entsprechend guten Geschäftsaussichten für das Büro überzeugten Julia Geese (33), die Tochter des Firmengründers davon, im Oktober 2015 in das elterliche Unternehmen einzutreten. Es beschäftigt derzeit in der Alten Uslarer-Straße 24a in Hardegsen zwölf Mitarbeiter.

Die Diplom-Ingenieurin hat an der Technischen Universität Berlin und der amerikanischen Universität Maryland Energie- und Verfahrenstechnik studiert. In den vergangenen sieben Jahre leitete sie für große Energieversorger unter anderem Neubau- und Forschungsprojekte.

Von Michael Caspar

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