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Regionale Aussteller mit Resonanz auf Fachmesse Agritechnica zufrieden

Mekka der Landwirtschaft Regionale Aussteller mit Resonanz auf Fachmesse Agritechnica zufrieden

Alle zwei Jahre kommen Landwirte aus aller Welt nach Hannover, um auf der Messe Agritechnica die neuesten Trecker und Mähdrescher zu bestaunen und die aktuellsten Trends in der Agrartechnik kennenzulernen. Großes Thema: Digitalisierung der Landwirtschaft.

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Quelle: ef

Hannover. Immer mehr Arbeitsgeräte können beim Einsatz auf dem Feld vom Smartphone oder Netbook aus automatisch gesteuert werden, Feldroboter und Drohnen bieten weitere Möglichkeiten. Die deutsche Landtechnikbranche mit rund 200 Unternehmen und 30000 Beschäftigten musste nach dem Rekordjahr 2013 (Umsatz 8,4 Mrd. Euro) im vergangenen Jahr ein Minus von 800 Mio. Euro verzeichnen. Trotzdem war die Stimmung gut auf der weltgrößten Fachschau, auf der sich mehr als 2900 Aussteller präsentierten.

Der Geoinformationsdienst aus Rosdorf etwa präsentiert seine Software, die auch dafür sorgt, dass Schläge per GPS schnell gefunden werden. „Mit unseren Lösungen kann die Logistik optimiert werden. Man kann Aufträge schnell vergeben und empfangen. Lohnunternehmen können so registrieren, wer gerade wo unterwegs ist“, sagt Projektbetreuer Bernhard Bauer. Er sieht große Marktchancen: „Es gibt noch viele Landwirte ohne entsprechende Technik. Gleichzeitig wächst das Interesse, denn durch mehr Daten wird die Arbeit vor Ort erleichtert und effizienter.“

Absauganlagen, die von Werkstätten für Traktoren und Mähdrescher eingesetzt werden, stellt die Firma Mertner aus Wahlhausen im Eichsfeld her. „Die Messe ist durchschnittlich für uns gelaufen. Die Auftragslage ist aber gut“, sagt Mario Waldmann, für den Verkauf zuständig. Das Unternehmen, das rund 20 Prozent seines Umsatzes in der Landwirtschaft erzielt, hat wenig Konkurrenz. „Das ist eine Marktnische mit vier, fünf Wettbewerbern in Deutschland“, so Waldmann.

Landwirtschaft boomt – zumindest, was die Zahl der Studienanfänger an der Uni Göttingen betrifft. „Wir hatten zuletzt 460 Erstsemester. Im nächsten Jahr werden wir nur noch 300 aufnehmen. So eine starke Nachfrage gab es zuletzt in den 80er Jahren“, sagt Studiendekan Christian Ahl. Damals kamen viele Studenten von den elterlichen Betrieben. „Diese Zahl ist zurückgegangen. Heute werden die Bewerber von den sehr guten Berufsaussichten in der Landwirtschaft gelockt, denn das Agrargeschäft wächst und Fachleute werden gesucht.“

Wegen der niedrigen Milchpreise suchen immer mehr konventionell arbeitende Landwirte nach Alternativen. „Die Bereitschaft zur Umstellung auf ökologischen Anbau ist sehr groß, das merken wir auch an den vielen Gesprächen hier auf der Agritechnica“, sagt Oliver Alletsee, Berater beim größten Bio-Verband Bioland. Dabei gibt es ein großes Hindernis – die steigenden Pachtpreise. „Bei 500 Euro pro Hektar kann man Öko-Landwirtschaft betreiben, bei 800 Euro ist Feierabend und es gibt mittlerweile ja Pachtpreise von über 1000 Euro“, sagt Alletsee. Die Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln steigt derweil wesentlich schneller als die Ausweitung der Flächen.

Von Joachim Göres

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