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Risiko höhere Gewalt

Göttinger Caterer Goldkorn stellt Antrag auf Insolvenz Risiko höhere Gewalt

Die drei Firmen der Göttinger Goldkorn-Gruppe haben Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Mitarbeiter werden jedoch nach aktuellem Stand nicht entlassen und der Geschäftsbetrieb in vollem Umfang weitergeführt.

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Schlammschlacht beim Festival Rock am Ring 2016 – so sah es dieses Jahr auf vielen Festivals aus. Für Festival-Caterer Goldkorn ein riesiger Schaden.

Quelle: Thomas Frey (dpa)

Göttingen. „Entlassungen sind überhaupt keine vorgesehen“, sagt der Göttinger Rechtsanwalt Peter Staufenbiel, der vom Amtsgericht Göttingen als vorläufiger Insolvenzverwalter eingesetzt wurde. „Im Gegenteil, wir müssen teilweise nach neuen Aushilfen Ausschau halten, weil jetzt ganz personalintensive Monate mit vielen Veranstaltungen kommen.“

Er habe einen ganz normal laufenden, gut strukturierten Geschäftsbetrieb vorgefunden, so Staufenbiel. Daran solle nichts geändert werden, denn es gelte jetzt vor allem, den vertraglichen Verpflichtungen nachzukommen und damit das Vertrauen in Goldkorn bei allen Parteien aufrechtzuerhalten - Mitarbeiter, Lieferanten, Kunden.

„Fünf Tage nach der Insolvenzantragsstellung kann man nicht seriös sagen, ob die Firma aus der Insolvenz wieder herauskommt“, so Staufenbiel. Aktuell habe Priorität, alle Betroffenen zu informieren, „Ruhe reinzubringen“ und den Geschäftsbetrieb weiterzuführen. Doch hätten die beiden betroffenen Geschäftsbereiche - Catering und Restaurants - höchst unterschiedliche Voraussetzungen. Die beiden erst 2016 eröffneten Restaurants „Lokalneun“ und „Francis Drake“ am Göttinger Wochenmarkt sind noch jung, während das Catering-Geschäft seit vielen Jahren stark wächst.

Goldkorn-Geschäftsführer Klaus Hausmann sieht als maßgeblichen Grund für den Insolvenzantrag das große Pech mit den Open Air Festivals in diesem Jahr - die Goldkorn überhaupt erst groß gemacht haben. „Bei Rock am Ring waren wir als einer der größten Caterer dort sehr stark vertreten: hingefahren, aufgebaut und dann nach einem Tag abgesagt. Das gleiche Worst Case Szenario beim Southside.“ In München wurde das Festival aufgrund des nahebei stattfindenden Amoklaufs erst evakuiert und dann abgesagt. „Das Risiko dieser Veranstaltungen - Personal, Waren, Ausrüstung - liegt zu 100 Prozent bei uns.“ Dieser „Maximalverlust“ sei mit den starken Investitionen in die neuen Restaurants in Göttingen zusammengefallen. „Das hat Kraft gekostet und in der Summe war es zu viel.“

„Wenn Blitz und Donner über Sie herziehen, dann kann man nichts machen“, beschreibt Nicole Klammer, Leiterin der Lokhalle und Stadthalle Göttingen, das Risiko. Goldkorn übernimmt dort seit 2013 das Catering bei öffentlichen Veranstaltungen. Auch nach dem Insolvenzantrag läuft das Catering durch Goldkorn weiter. Von einem „hochwertigen Partner“ spricht Klammer, der sehr viel Erfahrung mitgebracht habe. Dass es mit der Firma auch in Zukunft weitergehen wird, davon ist sie überzeugt.

Festival-Saison 2016

Land unter: Die vier großen deutschen Open Air Festivals hatten dieses Jahr alle mit Unwettern zu kämpfen.
Wacken Open Air: Metal-Festival im schleswig-holsteinischen Wacken mit rund 75 000 Besuchern. Regenschauer während des dreitägigen Open Airs störten den Ablauf und sorgten für eine Matschlandschaft – doch auf das Programm und die Besucherzahl wirkte sich das Wetter nicht aus.

Southside Festival: Rock- und Alternative-Festival im baden-württembergischen Neuhausen ob Eck mit rund 60000 Besuchern. Das Festival wurde bereits am ersten Festivaltag aufgrund eines heftigen Unwetters abends unterbrochen und am Folgetag aufgrund von Sicherheitsbedenken komplett abgesagt.

Hurricane Festival: Für das niedersächsische Pendant des Southside in Scheeßel wurden 2016 73000 Karten verkauft. Am ersten Tag musste das Konzert wegen eines Unwetters unterbrochen werden, der zweite Tag fiel aus, der dritte konnte wie geplant stattfinden.

Rock am Ring: Bei einem Rekord von über 92000 Besuchern wurde auch das Rock am Ring in Mendig, Rheinland-Pfalz, zunächst am ersten Tag unterbrochen, am zweiten Tag kam es für kurze Zeit zu Bandauftritten, bevor das Festival komplett beendet wurde. Grund auch hier: Unwetter und zahlreichen Verletzten.

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