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Rosdorfer Genossenschaft will zurück in die Gewinnzone

Fleischer-Einkauf peilt schwarze Null an Rosdorfer Genossenschaft will zurück in die Gewinnzone

Die Monate vor Weihnachten waren reine Keulerei. Am Jahresende brummt das Geschäft bei der Fleischer-Einkauf, da bleibt kaum Zeit, um neue Pläne zu schmieden. Nun aber, so kündigt der neue geschäftsführende Vorstand Ansgar Nachtwey an, wird nach vorn geblickt.

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Will die Genossenschaft wieder in die Gewinnzone holen: Ansgar Nachtwey, geschäftsführender Vorstand der Fleischer-Einkauf.

Quelle: Hinzmann

Rosdorf. „Hier herrscht Aufbruchstimmung“, beschreibt der 50-Jährige das Klima in der Rosdorfer Götzenbreite 16. Im Oktober hat der Fleischermeister die Geschäfte von Stefan Penz übernommen.

Die Zahl der selbstständigen Fleischereien ist seit Jahren rückläufig. Insolvenzen, fehlende Nachfolger, der Mangel an Fachkräften und Lehrlingen macht sich in der Branche bemerkbar. Betriebsschließungen haben auch auf die Umsätze der Rosdorfer Fleischer-Einkauf gedrückt. Mit 20,6 Mio. Euro lag der Umsatz 2013 unter dem des Vorjahres (21,8 Mio. Euro).

Trotz eines Verlustes von 312 000 Euro habe man den 438 Mitgliedern (1378 Anteile) eine Dividende in Höhe von 5 Prozent gezahlt. „Eine positive Geste“, begründet Nachtwey, der als neuer Chef auf Motivation auch der 55 Mitarbeiter in Rosdorf, Hannover und Eisleben setzt. Die schwarze Null ist sein Ziel für das laufende Geschäftsjahr.

Dies zu erreichen, dafür hat er eine Menge guter Idee. Details allerdings will er noch nicht verraten. Personalabbau indes komme dabei nicht in Frage, stellt Nachtwey klar. Neue Kunden in der Gastronomie und der Industrie wolle man akquirieren, und auch die Rückgewinnung von Altkunden vorantreiben.

„Alles, was der Fleischer braucht“

Für Nachtwey ist das gute Miteinander im Betrieb wichtig, vor allem, nachdem eine mögliche Fusion mit der Fleischer-Einkauf Braunschweig nicht zustande gekommen ist. An seiner Seite weiß der Fleischermeister den Prokuristen und Leiter des Rechtswesens Holger Eggers. Beide blicken optimistisch in die Zukunft.

Das Unternehmen sei gut aufgestellt, die Immobilie nach zwei Anbauten und hohen Investitionen unter anderem in Heizungs- und Kühlanlagen auf Stand der Technik. Auf dem Dach befinde sich Photovoltaik im Wert von 300 000 Euro.Auf 2786 Quadratmetern Fläche halte man mehr als 8000 Artikel für Mitglieder und Kunden bereit.

„Alles, was der Fleischer braucht“, beschreibt Nachtwey das Sortiment, auf das allerdings auch Gastronome zurückgreifen. Alles abgepackte Ware – Fleisch, Wurst und Metzgereibedarf, vom Pfeffer bis zum Naturdarm. Um die Größenordnung der gehandelten Waren zu verdeutlichen, nennt Eggers eine Zahl: 35 Tonnen Gänse und Gänseteile habe man im Weihnachtsgeschäft ausgeliefert.

Was nicht in den gigantischen Kühlhäusern bei minus 24 Grad gelagert werden kann, wird just-in-Time geordert. Nudel-, Kartoffel- oder Fleischsalate zum Beispiel werden mittags bestellt, über Nacht in Nordrhein-Westfalen produziert und ausgeliefert, um morgens beim Kunden zu sein, erläutert Nachtwey den Ablauf. Der Servicegedanke stehe im Vordergrund, betont der Eichsfelder.

Gründung der Fleischer-einkauf

Die Genossenschaft wurde 1923 zur Vermarktung von Tierhäuten gegründet. Die Fleischer kauften damals lebende Tiere, die sie auf eigene Rechnung schlachten ließen. Die Häute vertrieb das gemeinsame Unternehmen.

Das war die Idee des Fleischer-Obermeisters August Hemmerich. 27 Fleischer gehörten zu den Gründern. Weitere neun schlossen sich im ersten Monat an. Die enge Zusammenarbeit mit der Innung hat sich bis heute gehalten. Der heutige Geschäftsführende Vorstand Ansgar Nachtwey war zuvor als Obermeister der Fleischerinnung im Vorstand tätig.

1940 übernahm die Genossenschaft auch die Reinigung und Bearbeitung der beim Schlachten anfallenden Viehdärme. Dafür war bis zu diesem Zeitpunkt ein eigener Verein der Fleischer zuständig gewesen. 1993 erfolgte die Fusion mit einer Genossenschaft in Eisleben, mit der der Fleischer-Einkauf seit 1991 kooperierte.

2001 kam es zu einer Verschmelzung mit der Genossenschaft Fleischerdienst Hannover. Die Zentrale blieb in Rosdorf, wo 1994 in der Götzenbreite ein Neubau für 2,5 Mio. Euro errichtet wurde. Anbauten erfolgten in den Jahren 2004 und 2012. Die Firma beschäftigt 55 Mitarbeiter.

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