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Rosdorfer Peter Scholz macht sich mit mobiler Suppenküche selbständig

Wenn die Suppe zum Kunden kommt Rosdorfer Peter Scholz macht sich mit mobiler Suppenküche selbständig

Seit ein paar Wochen kann man sie an verschiedenen Standorten in und um Göttingen herum sehen: die kleinen weißen Trucks mit der Aufschrift „Suppen Cultur“. Der ehemalige Büroeinrichter Peter Scholz hat sich als Gastronom selbständig gemacht – nach minutiöser Vorbereitung.

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Peter Scholz vor einem seiner „Suppen Cultur“-Wagen.

Quelle: Pförtner

Rosdorf. Ein Unternehmer müsse eine Philosophie haben, sagt der 52-jährige Rosdorfer, während er eine Schüssel voll dampfender Rote-Linsen-Suppe mit Limette, Kreuzkümmel und Zimt über den Tresen reicht, seine heiße „gesund und lecker“.    
29 Jahre lang hatte der gelernte Industriekaufmann als Angestellter internationaler Büroeinrichtungs-Firmen Europa und die USA bereist, ein Büro in London gehabt, im Elsass und in Chicago gewohnt.

Am Anfang war das Globetrotter-Leben aufregend, später dann Routine, schließlich vor allem Belastung: „Wenn zuhause die kleine Tochter wartet und du wegen schlechten Wetters am Flughafen feststeckst, ist nichts mehr mit Glamour.“ Anfang 2014 kündigte er, nahm eine zweimonatige Auszeit. Um dann, ausgeruht und hochmotiviert, wie er sagt, seine Selbständigkeit anzugehen.

Aus den USA kannte der gebürtige Kasselaner das Prinzip der Food-Trucks: kleine Fahrzeuge, aus denen heraus ihre Besitzer an wechselnden Standorten Essen anbieten. Und weil Scholz selber gerne kocht und ein ausgesprochener Suppen-Fan ist, kam er auf die Idee, eine mobile Suppenküche zu gründen.

Die Idee verfolgte er allerdings erst, nachdem er eine intensive Marktanalyse vorgenommen hatte. An unterschiedlichen Standorten in Göttingen befragte er rund 700 Passanten und kam zu dem Ergebnis: „Die Nachfrage ist da.“ Anschließend erstellte er in viermonatiger Arbeit einen Businessplan, belegte Kurse bei der Gründungsberatung „Mobil“ sowie dem Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW), befasste sich mit Rentabilitätsplanung, Liquiditäts-, Umsatz- und Ertragsvorschau, ließ sich gelegentlich auch auf den Boden der Tatsachen zurückholen – beziehungsweise wieder aufbauen: „Als angehender Unternehmer bist du nämlich abwechselnd euphorisch und schwarzmalerisch zugleich.“

Am Ende der einjährigen Vorbereitungszeit stand ein neues Unternehmen: die „Suppen Cultur“. Scholz hat drei Fahrzeuge anfertigen lassen und drei Mitarbeiter eingestellt. Vollzeit, weil die Kunden immer dieselben Gesichter sehen sollen. Die Suppe lässt er von einem befreundeten Gastronomen kochen, Scholz macht jeden Tag Qualitätskontrolle.

Von dem Gastronomen bezieht er auch das Essen für seinen Catering-Dienst, den er neben seinen Suppen-Service betreibt. Derzeit verkauft er pro Woche 250 Portionen, sein Ziel sind 600 und ein Jahresumsatz von 250000 Euro. An fünf Standorten stehen seine Trucks regelmäßig, unter anderem bei Rewe Rosdorf, im Innovationsquartier in der Stresemannstraße 28 und bei F + B auf der Siekhöhe. Fünf weitere Trucks sollen es werden.

Scholz – der insgesamt 120000 Euro investiert hat – rät jedem Gründer in spe, eine Marktanalyse zu machen, Leidenschaft für sein Produkt mitzubringen, sich kaufmännisches Wissen anzueignen sowie eine Philosophie zu haben.  Darüber hinaus helfe es, wenn das persönliche Umfeld stimme sowie die finanzielle Situation es einigermaßen erlaube, etwaige Durststrecken zu überwinden. 

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