Volltextsuche über das Angebot:

20 ° / 15 ° Regenschauer

Navigation:
Rück- und Ausblick auf den Arbeitsmarkt 2015 und 2016

Statistik Rück- und Ausblick auf den Arbeitsmarkt 2015 und 2016

2015 zeigte eine ausgesprochen gute Entwicklung des Arbeitsmarkts in Südniedersachsen. Die bislang höchste Nachfrage der Arbeitgeber, der höchste Beschäftigungsstand und die bislang niedrigste Arbeitslosenquote, zumindest seit der Wiedervereinigung, sind die Eckpfeiler der guten Dynamik.

Voriger Artikel
100 Mitarbeiter der AWO GSD müssen gehen
Nächster Artikel
Einigung bei Verkauf der Mündener Klinik

2015 zeigte eine ausgesprochen gute Entwicklung des Arbeitsmarkts in Südniedersachsen. Die bislang höchste Nachfrage der Arbeitgeber, der höchste Beschäftigungsstand und die bislang niedrigste Arbeitslosenquote, zumindest seit der Wiedervereinigung, sind die Eckpfeiler der guten Dynamik.

Quelle: Grafik/Scharf

Göttingen. „Würde man den Arbeitsmarkt mit den Augen eines Sportreporters betrachten, so wäre beim Blick auf die Entwicklung im zurückliegenden Jahr wohl schnell von einem Jahr der Rekorde die Rede“, bewertet Klaus-Dieter Gläser, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Göttingen, im Rückblick das vergangene Arbeitsmarktjahr in den Landkreisen Northeim, Osterode und Göttingen.

Zum Vergrößern klicken

Quelle:

Einzig im Geschäftsstellenbezirk Uslar nahm die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zu 2014 um fünf Prozent zu.

Eckdaten 2015 : Arbeitslosenquote von 6,3 Prozent (2014: 6,7 Prozent); der Arbeitsagentur wurden 13,5 Prozent mehr offene Stellen gemeldet als 2014, der Anteil von sozialversicherungspflichtigen Stellen (also keine Minijobs) stieg noch stärker, und zwar um 17,4 Prozent; der Fachkräftemangel macht sich dahingehend bemerkbar, dass inzwischen fast ein Drittel aller Stellen länger als drei Monate unbesetzt bleibt; die Zahl der Langzeitarbeitslosen sank überproportional stärker, die der Ausländer stieg hingegen deutlich an – ein Indiz, dass sich die Flüchtlingskrise in der Statistik bemerkbar macht.

Ausbildungsmarkt : Hier ging die Zahl der Bewerber für einen Ausbildungsplatz um knapp zehn Prozent zurück und entsprach damit ungefähr der Zahl der angebotenen Ausbildungsplätze, dennoch fanden rund 150 Jugendliche keinen Ausbildungsplatz (42 Prozent weniger als 2014) und 190 Plätze blieben unbesetzt. Demografischer Wandel und Konkurrenz durch das Studium machen sich hier deutlich bemerkbar.

Verändern sich die Jobs? Die letzten verfügbaren Daten aus dem 1. Quartal 2015 zeigen eine Abnahme der Minijobs im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um knapp ein Prozent. Dieser Trend setzt sich, so die Arbeitsagentur, auch im zweiten Quartal fort. Ein Zusammenhang mit der Einführung des Mindestlohns ist naheliegend. Auch die Anteile der unterschiedlichen Branchen an der Gesamtbeschäftigung verschieben sich weiter (siehe Grafik) – während sie im verarbeitenden Gewerbe sinkt, nimmt sie vor allem in wissenschaftlich-technischen sowie Gesundheitsberufen zu.

Ausblick : 40 Prozent der Arbeitslosen verfügen über keine abgeschlossene Berufsausbildung, nachgefragt sind aber weit überwiegend qualifizierte Mitarbeiter. Gläser: „Wir werden auch in den nächsten Jahren einen Förderschwerpunkt auf die berufliche Qualifizierung legen.“ Weiterhin werden 2016 auch Flüchtlinge und ihre Integration in den Arbeitsmarkt ein Schwerpunktthema bleiben. Für Maßnahmen der aktiven Arbeits- und Ausbildungsförderung stehen 2016 mit 33 Mio. Euro Mittel in ähnlicher Höhe zur Verfügung wie 2015. Gläser geht nach Wirtschaftsprognosen für 2016 von einem weiterhin stabilen Arbeitsmarkt und einer stabilen Konjunktur aus, aber diese Prognosen seien „mit Vorsicht zu genießen“.

Risiken : Nicht absehbar etwa sei, ob und wie sich die VW-Krise noch entwickelt. Für den Fall eines größeren Personalabbaus oder Kostensenkungen, die die Region indirekt über die Zulieferer treffen könnten, sei aber allgemein festzuhalten, dass Südniedersachsen nur relativ gering VW-abhängig sei. Dasselbe gelte für die Exportabhängigkeit der Region für den Fall, dass die deutschen Exporte ins Stottern gerieten, weil das Ausland die massiven deutschen Exportüberschüsse immer kritischer bewertet.

Von Sven Grünewald

Voriger Artikel
Nächster Artikel
DAX
Chart
DAX 10.346,50 +0,09%
TecDAX 1.718,50 +0,07%
EUR/USD 1,1174 ±0,00%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

HEID. CEMENT 75,44 +2,28%
BAYER 96,13 +1,29%
LUFTHANSA 10,63 +1,15%
BASF 69,92 -1,34%
FRESENIUS... 66,91 -1,23%
LINDE 128,81 -1,05%

Wertpapiersuche

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
AXA IM Fixed Incom RF 203,01%
Bakersteel Global AF 160,82%
Stabilitas PACIFIC AF 152,56%
Crocodile Capital MF 122,09%
Structured Solutio AF 113,08%

mehr

Wirtschaft Rubriken
Rubriken Wirtschaft Göttingen und die Welt
Glasapparatebauerin Lydia Christin Stolte