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Sartorius-Aktie befindet sich seit Jahren im Höhenflug Sie steigt und steigt

Sartorius' Höhenflug geht weiter: Laut eines Rankings der Frankfurter Allgemeinen Zeitung von Firmen in Deutschland und der Welt („Die 100 Größten“) steht der Biopharma- und Labor-Zulieferer mit einem Börsenwert von 4,8 Milliarden Euro auf Rang 57 der wertvollsten deutschen Aktiengesellschaften.

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Quelle: PH/Archiv

Göttingen. Das Unternehmen wird seit Juni 2012 im TecDAX gehandelt wird, dem Aktienindex für führende Technologieunternehmen, die zu klein für den DAX sind. Es befindet sich dort in guter Gesellschaft: Lufthansa (5,5 Mrd. Euro/Rang 49) und Axel Springer (5,4 Mrd. Euro/ Rang 52) liegen nur wenige Plätze besser, K + S (4 Mrd. Euro/Rang 67), der größte Salzproduzent der Welt, sogar einige Ränge schlechter.

Noch vor fünf Jahren, im Jahr 2011, war eine Sartorius-Aktie knapp sieben Euro wert – heute mit über 70 Euro mehr als das Zehnfache. „Das Ergebnis einer erfolgreichen Unternehmensentwicklung, sowohl bei Umsatz als auch Ertrag“, kommentiert Martin Braun, Leiter Kundenbetreuung und Vertrieb der Börse Hannover. 2011 betrug der Umsatz 733 Mio. Euro, 2015 waren es 1,114 Mrd. Euro (plus 52 Prozent), der Nettogewinn betrug 2011 52,8 Mio. Euro, 2015 107,4 Mio. Euro (plus 103 Prozent). „Beeindruckende Ergebnisse“, so Braun, besonders angesichts der Tatsache, dass hohe Wachstumsraten umso schwerer zu erzielen seien, je größer ein Unternehmen wird.

Mit Sachwerten wie Gebäude und Maschinen habe der hohe Börsenwert nur sehr bedingt zu tun, so Braun weiter, viel wichtiger seien das akkumulierte Wissen und der erfolgreiche Verkauf erstklassiger Produkte. Auch der Umsatz spiele nur bedingt eine Rolle. Zum Vergleich: Der von Thyssenkrupp (155.000 Mitarbeiter) betrug 2015 42,77 Mrd. Euro, mehr als das 38-Fache von Sartorius (6200 Mitarbeiter). Jedoch betrug der Gewinn „nur“ 309 Mio. Euro – gerade einmal das 2,8-Fache. Und so kommt es, dass der Stahl-Koloss aus Duisburg/Essen mit einer Börsenkapitalisierung von 10,7 Milliarden Euro gerade um den Faktor 2,2 mehr wert ist als die vergleichsweise winzige, aber höchst innovative und zukunftsorientierte High-Tech-Schmiede aus Göttingen. Zukunftsorientierung: Das liebe die Börse, die ihre Bewertungen ja zu einem großen Teil auf Erwartungen stütze, so Braun.

Auf zwei Milliarden Euro will der Konzern – dessen Investitionsquote 2015 stolze 10,1 Prozent betrug – seinen Umsatz bis 2020 hochschrauben, wobei drei Viertel durch organisches Wachstum und ein Viertel durch Zukäufe zustande kommen sollen. Im gleichen Zeitraum soll die operative Gewinn-Marge von derzeit 23 Prozent auf 26 bis 27 Prozent wachsen. Vorstands-Chef Joachim Kreuzburg weist darauf hin, dass sich die Zulassung von Biopharmaka von 2010 bis 2015 gegenüber den vorherigen fünf Jahren verdoppelt habe und bei einigen etablierten Medikamenten in den nächsten Jahren der Patentschutz auslaufe.

Darüber hinaus befinde sich der Weltmarkt im Wachsen, weil immer mehr Menschen der bevölkerungsreichen Schwellenländer Zugang zu Medikamenten erhielten, so Petra Kirchhoff. Was die hervorragende Kursentwicklung der Sartorius-Aktie angeht: Für die meisten Mitarbeiter spiele sie ihrer Einschätzung nach keine allzu große Rolle, so die Sartorius-Sprecherin.

Aber die dynamische Geschäftsentwicklung sorge neben „viel Arbeit“ auch für „gute Stimmung“. Wachstum und Veränderungen im Unternehmen seien Gesprächsthemen – und Anlass für „Stolz“.

Info

So stark war der Kurs der Sartorius-Aktie Anfang 2016 gestiegen, dass sie wegen ihres hohen Börsenpreises vergleichsweise schwer handelbar war. Deshalb entschloss sich das Unternehmen zu einem – von den Aktionärsvertretern auf der Hauptversammlung 2016 genehmigten – sogenannten Aktiensplit. Aus einer Aktie wurden vier, die alle genau ein Viertel der alten wert sind. Der Umstand, dass der Kaufpreis pro Aktie jetzt günstiger ist, soll sie vor allem für Kleinanleger interessanter machen.

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Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

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