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Sartorius investiert in Göttingen 20 Mio. Euro in Membran-Produktionsanlage

Auf Virusfang Sartorius investiert in Göttingen 20 Mio. Euro in Membran-Produktionsanlage

Die 40 Meter lange Produktionsstraße aus spiegelblankem Edelstahl steht bereits, Ende März soll sie einsatzbereit sein. Demnächst erhält die neue Membranziehmaschine, die der Göttinger Pharmazulieferer Sartorius derzeit in seinem Werk in der Otto-Brenner-Straße für 20 Mio. Euro errichtet, ein Endlos-Stahlband.

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Die Sartorius-Membranen dienen zur Filtration: Sie fischen Bakterien und Viren aus Flüssigkeiten.

Quelle: EF

Göttingen. Auf dieses 1,8 Meter breite Blech wird eine Polymerlösung aufgetragen. „Aus ihr bildet sich nach der kontrollierten Verdunstung des Lösungsmittels die Membran“, erläutert Dieter Melzner, der Leiter des Bereichs Membrantechnologie.

Die Lösungsmittel, die in der Stickstoffatmosphäre der geschlossenen Produktionsstraße verdampfen, werden zurückgewonnen und wieder eingesetzt. Das Stahlband durchläuft eine Reinigungsanlage, bevor in der Maschine erneut eine Polymerlösung aufgetragen wird. Die fertige Membran, von der Struktur her einem Schwamm ähnlich, dient zur Filtration von Flüssigkeiten.

Sartorius produziert seit den 90er Jahren vor allem für die Pharmaindustrie, wo das Unternehmen heute zu den Top-3-Anbietern gehört. Die Qualitätsanforderungen sind hoch. „Wir müssen jeden einzelnen Arbeitsschritt, die eingesetzten Stoffe und die beteiligten Mitarbeiter dokumentieren“, führt der promovierte Chemiker aus. Eingebaut in sogenannte Filterkerzen dienen die Membranen den Pharmafirmen zum Sterilisieren von Flüssigkeiten. Die Bakterien werden dabei nicht durch hohe Temperaturen getötet, sondern herausgefischt. Sie passen nicht durch die 0,2 My (Mikrometer) kleinen Poren.

Andere Filterkerzen kommen in der dynamisch wachsenden Herstellung von Biomedikamenten zum Einsatz. Dort halten nur 0,02 My kleine Poren Viren und Zellreste zurück. Die Herausforderung: „Die Antikörper, die am Ende in hoher Ausbeute übrig bleiben sollen, sind kaum kleiner als die Viren“, sagt Melzner.

Die neue Maschine ist die achte solche Anlage in Göttingen. Mit der Produktion von Membranfiltern begann 1927 Wilhelm Sartorius, damals zum Nachweis von Keimen. Entdeckt hat die Technologie der Göttinger Nobelpreisträger Richard Zsigmondy 1918.

Von Michael Casper

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