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Schafsmilch sorgt für dicken, cremigen Schaum

Bioprodukten Naturseife Schafsmilch sorgt für dicken, cremigen Schaum

Naturseife auf Schafsmilch-Basis stellt die Witzenhäuser Agraringenieurin Thea Welland her. Die Nachfrage ist derart groß, dass die Unternehmerin ihre Herde demnächst auf 20 Mutterschafe vergrößern will. 

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Verarbeitet Schafsmilch zu Seife: Thea Welland beim Zerteilen des fertigen Produkts.

Quelle: Pförtner

„Schafe sind wundervolle, sanfte Tiere“, schwärmt Thea Welland. Die gebürtige Hannoveranerin kaufte sich ihr erstes Schaf während des Studiums in Witzenhausen. Mittlerweile besitzt die 34-Jährige eine Herde mit zwölf Tieren. Weil sie die viele Schafsmilch irgendwie verwerten muss, begann sie mit der Seifenherstellung. „Ich habe meine Cremes immer selbst hergestellt“, erklärt sie. Schafsmilch sei gut für die Haut, weil sie viel Orot-Säure enthalte. Sie wirke zellerneuernd. In der Seife sorge die Milch für dicken, cremigen Schaum. Das Produkt kam in Wellands Bekanntenkreis so gut an, dass sich die Agraringenieurin nach ihrem Examen 2005 mit der Firma „Well-Land Naturseifen“ selbstständig machte. Ein Kilogramm Schafs milch benötigt sie für vier Kilogramm Seife. 

Mengenmäßig wichtigster Bestandteil sind Pflanzenöle. Olivenöl macht den Schaum der Seife feinporig. Außerdem wirkt es ebenfalls zellerneuernd. Zudem enthalten die Welland-Produkte Butter der afrikanischen Shea-Nuss. „Sie wirkt rückfettend“, erklärt die Seifenherstellerin. Bienenwachs festigt das Produkt und hinterlasse auf der Haut einen Schutzfilm. 

Das Öl lässt Welland mit Natronlauge reagieren. Dabei entsteht die Seife. „Wenn ich das erzähle, gibt es immer lange Gesichter, weil das so unromantisch klingt“, berichtet Welland. Die Seifenschöpferin muss darauf achten, dass die Lauge vollständig reagiert. Der PH-Wert sollte hinterher zwischen neun und zehn liegen. Ob das der Fall ist, können Verbraucher mit der Zunge testen. „Wenn es britzelt, ist noch Lauge drin“, erklärt Welland.

Seifensalz aus der Saline

Für Industrieseife mit ihren Schaumverstärkern hat die Witzenhäuserin nichts übrig. Bei ihren Zutaten handelt es sich fast ausschließlich um Bioprodukte, möglichst von regionalen Erzeugern. Die afrikanische Nussbutter bekommt sie von einer Frauenkooperative. Den Strom liefert ein Ökounternehmen. 30 verschiedene Produkte hat sie im Angebot. Eine Seife, die Salz der Saline Luisenhall enthält, bietet sie Menschen mit Neurodermitis an. In Göttingen verkauft der Laden Local Colours, Barfüßerstraße 16, ihr Produkte.

Von Michael Casper

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