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Schaubs hilft, wenn Herrchen ins Büro muss

Hundetagesstätte Schaubs hilft, wenn Herrchen ins Büro muss

Wer vor Magdalena Schaubs Haustür steht, darf nicht klingeln. Er muss über Handy anrufen. Der Grund: Die Diplom-Biologin betreibt in der Königsallee 12 eine Hundetagesstätte. Klingelt es, würden die Tiere anschlagen. Das will Schaub ihren Nachbarn ersparen.

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Mit kleiner Hunderunde: Magdalena Schaubs sucht nach größeren Räumen, um ihre Hundetagesstätte auszubauen.

Quelle: Theodoro da Silva

Die Vierbeiner werden morgens ab 7.30 Uhr gebracht und nachmittags wieder abgeholt. Den Tieren kann es in der Frühe nicht schnell genug gehen, bis sie bei Schaubs Hunde-Runde sind.

Als erstes laufen sie durch die Wohnung und gucken, wer alles schon da ist. „Viele Hunde haben sonst wenig Kontakt zu Artgenossen“, erklärt Schaub das Verhalten der Tiere. Die Gemeinschaft mit anderen Vierbeinern tut ihnen gut. Sie werden ruhiger und ausgeglichener, ihr Sozialverhalten bessert sich. Nach dem Begrüßungsrundgang dösen die Tiere ein wenig. Es gibt mehrere Sofas, auf denen sie es sich bequem machen können.

Ab 9 Uhr dann dürfen sie in den mit einem hohen Bretterzaun gesicherten Garten, wo die Biologin unter anderem Tunnel und Planschbecken angelegt hat. Sie spielt mit den Tieren und bringt ihnen etwas bei. Am späten Vormittag geht sie mit den Hunden spazieren. Schaub wohnt an einer Stichstraße, die hinunter zur Leineaue führt. Nach dem Mittagesssen dösen die Hunde wieder. Am Nachmittag warten sie ungeduldig auf ihre Besitzer. Neue Hunde werden langsam an die anderen Tiere herangeführt. Aggressive Vierbeiner nimmt die Tagesstättenleiterin nicht auf. „Solche Tiere müssen erst zum Hundetrainer“, sagt Schaub, die entsprechende Kontakte vermittelt. Nach ein paar Wochen probiert sie es auf Wunsch noch einmal.

Die Idee einer Hundetagesstätte kam Schaub in Leipzig. Sie schrieb am dortigen Max-Planck-Institut ihre Diplomarbeit über die geistigen Fähigkeiten von Hunden. Als ihr eigener Vierbeiner an Krebs erkrankte, brauchte sie jemanden, der auf das Tier aufpasste, während sie arbeitete.

Zurück in Göttingen stellte sie sich mit ihrer Geschäftsidee bei der Gründungsberatung der Universität vor. Bei Professor Klaus Nathusius besuchte sie eine Sommerschule für Existenzgründer. In der Königsallee fand sie geeignete Räume. Im Januar eröffnete dann die Einrichtung.

Über mangelnde Auslastung kann sich Schaub nicht beklagen. 50 Stammkunden hat sie bereits. Sie nimmt auch Tiere während der Ferien auf und macht mit Vierbeinern Urlaubsreisen. „Ich würde mich gern vergrößern“, sagt sie.

Die Biologin sucht eine leere Fabrikhalle mit einem 2000 bis 3000 Quadratmeter großen Grundstück. Dort würde sie weitere Mitarbeiter einstellen, die jeweils Gruppen von bis zu zehn Tiere betreuen könnten.

Von Michael Caspar

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