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Schedener Bauingenieur Jan Grünewald baut Musterhaus

Heizen mit dem Stromkabel Schedener Bauingenieur Jan Grünewald baut Musterhaus

Elektrischer Strom, der durch ein Kabel fließt, muss Widerstand überwinden. So entsteht Wärme, mit der sich ein gut isoliertes Haus heizen lässt. Eine entsprechendes Heizsystem hat der Diplom-Bauingenieur Jan Grünewald zu Demonstrationszwecken im Haus seiner Großeltern in Scheden installiert.

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Jan Grünewald präsentiert ein Haus mit "Stromheizung".

Quelle: Vetter

Scheden. Den benötigten Strom gewinnt Grünewald mit einer Photovoltaikanlage auf dem Dach. „Bei dieser Art des Heizens benötigt der Bauherr keinen Brenner und keinen Öltank“, nennt Grünewald Vorteile. Nur der Sicherungskasten an der Wand, der ohnehin zu installieren sei, verbrauche Platz. Für die gewünschte Zieltemperatur fließt dann in einem separaten Stromkreis so lange Strom, bis sich der Raum entsprechend erwärmt hat. Die Wartung einer Heizungsanlage entfalle, auch bei einer Erstinstallation ist das System deutlich günstiger und erste Erfahrungen ließen auf einen wirtschaftlichen Betrieb schließen. Aber, so Grünewald: „Das Prinzip ist in Deutschland einmalig und wir machen jetzt im Feldversuch die allerersten Erfahrungen.“

 

An drei verschiedenen Orten im Raum hat Grünewald die Wärme spendenden Stromkabel verlegt. Die Zimmer lassen sich durch Kabel in der Wand, im Fußboden oder unter der Decke heizen. Alle drei Heizungen lassen sich separat anstellen. So kann der Kunde selbst prüfen, welche Form der Wärme ihm besser gefällt. „Eine Fußbodenheizung sorgt für warme Füße, wirbelt aber den nach unten fallenden Hausstaub auf“, sagt Grünewald. Besser gefällt ihm die Wärme aus der Wand. Sein Favorit ist jedoch die Deckenheizung. „Diese Wärme fühlt sich an wie die von Sonnenstrahlen“, erklärt er. Schattenbereiche, etwa unter dem Tisch, werden indirekt erwärmt.

 

Kombiniert hat Grünewald sein innovatives Heizkonzept mit Lehmputz an den Wänden. „Lehm ist vor 100 Jahren aus der Mode gekommen, weil Zement leichter zu verarbeiten ist und schneller abbindet“, erklärt er. Der Baustoff erlebe aber seit den 90er-Jahren eine Renaissance, zu der der Kasseler Professor Gernot Minke nicht unbeträchtlich beigetragen habe. Lehm sorge für eine konstante Luftfeuchtigkeit von 45 bis 55 Prozent, was für die Schleimhäute des Menschen ideal sei. „Im Winter sind Zimmer mit 20 Prozent Luftfeuchtigkeit zu trocken, an schwülen Sommertagen mit 80 Prozent zu hoch“, erklärt Grünewald.

 

Das Haus wird im November fertiggestellt. Von da an sind Besichtigungen möglich. Von Januar an können Interessierte in der Quanzstraße probewohnen.

 

Grünewald, der das elterliche Unternehmen „Grünewald – Planen, Bauen, Leben“ 2011 übernahm, beschäftigt in Scheden knapp 30 Mitarbeiter. Die Firma gestaltet für private und gewerbliche Kunden Räume, darunter Badezimmer, Schwimmbäder, aber auch Außenanlagen.

 

Von Michael Caspar

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