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IHK setzt Programm "Adelante" fort

Schnellere Anerkennung IHK setzt Programm "Adelante" fort

In Deutschland fehlen Fachkräfte, in Spanien herrscht eine hohe Jugend-Arbeitslosigkeit. Junge spanische Fachkräfte und Göttinger Firmen zusammen zu bringen, das ist Inhalt des Programms Adelante. In diesem Jahr arbeiten Industrie- und Handelskammer (IHK) sowie die Beschäftigungsförderung (BFGoe) erstmals gemeinsam daran.

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40 "Adelanties" aus Göttingen haben jetzt  auf Einladung des Bundestagsbageordneten Fritz Güntzler (CDU) die  spanische Botschaft und den Deutschen Bundestag in Berlin besucht. Begleitet  von Martin , Maria Casan und Ursula Kraft (VHS) sowie Vertretern der Ausbildungsbetriebe Mahr, Sausalitos und Edeka.

Quelle: r

Göttingen. Im November sollen zwölf bis 15 junge Spanier nach Göttingen kommen, um dann in Unternehmen zu arbeiten und sich weiter zu qualifizieren. Das Programm Adelante gibt es seit 2013, damals wurden erstmal sieben junge Spanier in Südniedersachsen ausgebildet. Die ersten vier Jahre wurde das Projekt mit Geld aus dem Programm „MobiPro-EU“ gefördert, VHS und IHK waren die Partner. Nun ist diese Förderung ausgelaufen, statt der Volkshochschule ist nun die BFGOE als Partner der IHK an Bord.

"Die nächsten jungen Leute kommen im November nach Göttingen, zwölf haben wir bereits an Betriebe vermittelt", sagt der Chef der IHK in Göttingen, Martin Rudolph. Fast alle der Spanier, die in den vergangenen Jahren in Göttingen ihre Ausbildung abgeschlossen haben, sind geblieben.  Er spricht von einem "Erfolgsprojekt". Die ursprüngliche Förderung ist ausgelaufen, nun soll das Projekt fortgesetzt werden. Mit einem neuen Partner uns mit einer neuen Struktur. "Die  nächsten Teilnehmer haben bereits eine Ausbildung in Spanien an einer Berufsschule abgeschlossen", erklärt Rudolph. Neu ist auch, dass die jungen Leute jetzt bereits in Spanien einen Deutschkurs absolvieren. Künftig müssen sie also nicht die Sprache und einen Beruf in Deutschland erlernen, sondern auf Grundlage ihrer spanischen Ausbildung in Deutschland die Anerkennung erlangen. "Das wird dann immer im Einzelfall geprüft", so der IHK-Chef. Die Erfahrung zeige, dass die spanischen Ausbildungen "sehr kompatibel" mit dem deutschen System seien.

Neuer Partner an der Seite ist die BFGOE. "Wir arbeiten schon lange mit ausländischen Jugendlichen aus Göttingen  und mit Jugendlichen im Ausland zusammen", sagt Hendrik Abel von der BFGoe. Er ist gerade auf Teneriffa, wo seit Jahren Göttinger Jugendliche das Programm  "Integration durch Austausch" absolvieren. Auch in dem Programm gehe es darum, junge Menschen fit für den Arbeitsmarkt zu machen. Diese Erfahrung könne man gut in das Adelante-Programm einbringen, so Abel. Er spricht von einer win-win-Situation. Die jungen Spanier bekommen durch die Zusatz Qualifikation in Deutschland größere Chancen auf dem Arbeitsmarkt. "Die deutschen Betriebe, die seit Jahren unter Fachkräftemangel leiden, gewinnen neue Mitarbeiter", so Abel. Er habe die neuen Teilnehmer, die im November in Göttingen erwartet werden, bereits während einer Bewerberbörse kennen gelernt. "Einige haben bereits mit dem Sprachkurs begonnen, einige starten jetzt", sagt er.

Die jungen Arbeitskräfte haben in Spanien eine Ausbildung abgeschlossen. Dort, so erklärt Rudolph, sei aber eine rein schulische Ausbildung die Regel. Die IHK kooperiere mit einer Sprachschule in Barcelona, die die jungen Leute "intensiv vorbereite". Im November beginnen sie dann ein sechswöchiges Praktikum in Göttingen, das noch über die spanische Arbeitsasgentur laufe. Während dieses Vorpraktikums sollen die Teilnehmer vier Tage in der Woche im Betrieb arbeiten. Ab Januar sollen die neuen Mitarbeiter wöchentlich einen halben Tag von der Arbeit freigestellt werden, damit sie sich gezielt sprachlich weiterbilden können. Die Sprachkurse werden über eine Förderung des niedersächsischen Wirtschaftsministeriums finanziert.

Ab dem 1. Januar beginne dann das Praxisjahr - dann im deutschen System und mit Bezahlung - nach Mindestlohn. Partner sind unter anderem die Stadtwerke Göttingen, die Firmen Mahr und Zufall. Rudolph begrüßt es , das das Programm nun anders organisiert wird und die spanische Ausbildung damit schneller anerkannt wird. Derzeit, so die IHK, arbeiten 41 "Adelanties" in Göttingen. Zwölf kommen hinzu. Aber: "Wir könnten noch einige Plätze mehr besetzten", sagt Rudolph.

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