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Service gut, aber ausbaufähig

3. Forum Göttinger Unternehmen Service gut, aber ausbaufähig

Es gab Bestätigung, Überraschungen und eine Menge Luft nach oben: Detlef Landua vom Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) in Berlin präsentierte die Ergebnisse der Unternehmensbefragung in Göttingen und sah viele Ansatzpunkte für Verbesserungen - bei einem insgesamt schon guten Niveau.

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Auf dem Podium: Ulrike Hofmann-Steimetz, Bernd Schiche, Rolf Georg Köhler, Ursula Haufe, Hubert Biehler und Detlef Landua.

Quelle: Alciro Theodoro da Silva

Göttingen. Von Oktober bis Dezember 2015 wurden rund 1250 Betriebe angeschrieben, 217 gaben ausführlich Antwort. Mit der Rücklaufquote von 17,4 Prozent zeigte sich Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) als Auftraggeber der Befragung zufrieden.

Auf Verbesserungspotenziale wies Detlef Landua an vielen Stellen hin: Aus Unternehmersicht weise der Wirtschafts- und Wohnort Göttingen insbesondere ein Problem mit der Breitbandanbindung auf, der Öffentliche Personennahverkehr und die Parkplatzsituation seien verbesserungswürdig und für die Fachkräftegewinnung und -qualifizierung müsse mehr getan werden - Knackpunkt sei vor allem bei der überregionalen Anwerbung von Fachkräften der Wohnraummangel. Landua stellte auch die Frage in den Raum, ob die Fokussierung des Stadtmarketings auf den Wissenschaftsstandort „nicht an vielen Unternehmen vorbeigeht“.

Was die Serviceangebote der GWG angehe, so seien diese bei kleinen und mittelständischen Betrieben (KMU) mit bis zu 50 Mitarbeitern „weitgehend unbekannt“, so Landua. Für diese Zielgruppe seien zudem spezielle Angebote erwünscht. Gleichzeitig zeige das Eigenschaftenprofil der GWG, dass die Wirtschaftsförderung durchweg positiv wahrgenommen werde, allerdings rage auch keine einzelne Stärke wirklich heraus - eine Profilschärfung der GWG sei daher sinnvoll.

Gleichwohl zeige die Befragung aber ein „positives Gesamtbild für die Stadt Göttingen und die Wirtschaftsförderung GWG“, so Landua. Die Unternehmen bewerteten die Standortperspektiven überwiegend als gut bis stabil, nur sehr wenige überlegten, ihren Standort zu verlagern - „ein positiver Befund“.

Für Köhler überraschend war die Bewertung der Breitbandverbindungen; die Einschätzung der Parkplatzsituation habe er erwartet, aber vor allem nehme er mit, dass man sich gegenüber KMU verbessern müsse.

Ursula Haufe, Geschäftsführerin der GWG, nehme insbesondere das Thema Breitbandausbau als vordringliche Aufgabe aus der Befragung mit. Zudem sehe sie ein Kommunikationsdefizit: Zu wenig würden die Stärken des Standorts herausgestellt und positive Entwicklungen als zu selbstverständlich hingenommen. Aus Unternehmenssicht sei wichtig, Göttingen nicht nur als Wissenschaftsstandort darzustellen, sondern gleichberechtigt auch als Wirtschaftsstandort.

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