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Siebdruckerei TPS in Hann. Münden ist Marktführer

Über 100 Millionen Stück im Jahr Siebdruckerei TPS in Hann. Münden ist Marktführer

Klein, aber fein: Die Siebdruckerei „TPS – The Printing Service“ hat nur 22 Mitarbeiter und erzielt einen Umsatz von gerade mal knapp über zwei Millionen Euro. Aber sie zählt viele nationale und internationale Großkonzerne zu ihren Kunden und gehört in ihrem Nischenbereich zu den top drei in Europa.

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Quelle: Pförtner

Hann. Münden. Abwaschbare Tattoos, Aufkleber, Bügelbilder, Rubbelbilder, Face-Paints (Gesichtsbemalungen): Über 100 Millionen Stück stellt der Betrieb mit Sitz im Industriegebiet Volksmarshausen jedes Jahr her. Die Kunden sind namhafte Unternehmen: Unter anderem Unilever, Ferrero, Nestlé, Lidl und Aldi. Weiterhin Disney, Springer, Bauer, Burda sowie die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger. Weihnachten dieses Jahres kommt der neue „Peanuts“-Zeichentrickfilm in die Kinos – die dazugehörigen Tattoos und Bügelbilder produziert TPS. Und während der Fußball-Europameisterschaft stammen die offiziellen Gesichtsbemalungen, mit denen sich die Fans schmücken, ausschließlich aus Hann. Münden, denn TPS hält das alleinige Lizenzrecht.

Akquise betreiben müssen die beiden Geschäftsführer Michael Bülte (52, Elektromeister) und Bernd Löhrer (57, gelernter Werbefotograf) fast gar nicht, wie Löhrer sagt: „Man kennt uns. Die Kunden sind loyal.“ Dazu kommt, dass die Konkurrenz klein ist – in Europa ist nur noch je eine Druckerei in Spanien sowie in  Österreich in der Lage, solch große Auflagen zu drucken, wie TPS es kann. Noch nie habe das Unternehmen einen Auftrag ablehnen müssen, so Löhrer. Auch nicht, als kurz vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 der Münchener Medienkonzern Burda an einem Donnerstag anrief und für den darauffolgenden Montag 350000 Tattoos bestellte.

„Wir haben vier Tage lang ununterbrochen gearbeitet“, berichtet Löhrer: „Montagmittag war alles fertig.“ Dass bei TPS die schnellste Tattoo-Drucklinie Europas steht, war dabei von großem Vorteil. Genauso wie die Flexibilität der Belegschaft, die Löhrer ausgesprochen lobt: „Wir haben normale Arbeitszeiten, können jedoch kurzfristig auf den Drei-Schicht-Betrieb umstellen.“

Der Zukunft sieht Löhrer optimistisch entgegen: „So lange es Kinder gibt, so lange werden unsere Produkte nachgefragt.“  Konkurrenz aus Fernost gebe es nicht, weil die dortigen Firmen nicht nach den Vorgaben der deutschen Kosmetikverordnung arbeiteten: „Wir dagegen geben für Tests, beispielsweise Hautverträglichkeitsuntersuchungen, mehr als 25000 Euro im Jahr aus.“ Ein immer größer werdender Markt sei der Full-Service, der darin besteht, dass TPS nicht nur die diversen Produkte herstellt, sondern auch gleich eintütet. Das geschieht per Hand, wobei das Unternehmen in der Lage sei, innerhalb von kurzer Zeit Dutzende von Heimarbeiterinnen zu mobilisieren.

Ende des Jahres steht ein großes Projekt an: Die Firma zieht um. „Hier platzen wir aus allen Nähten“, sagt Löhrer und freut sich, dass die neuen Betriebsräume in der Dammstraße mit 2200 Quadratmetern doppelt so groß sind wie die derzeitigen.

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